Gütersloh (gl) - Wenn der Christenrat Gütersloh am Freitag, 27. Januar, ab 19 Uhr in der Erlöserkirche seinen Neujahrsempfang ausrichtet, darf er auf sein zehnjähriges Bestehen zurückblicken. Seit die Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden 2002 gegründet wurde, ist viel bewegt worden.
Wäre der Schritt nicht gelungen, hätten viele ökumenische Veranstaltungen nicht stattgefunden, wäre manches in der Nachbarschaft fremd geblieben, wären wertvolle Kontakte nicht zustande gekommen. So aber konnte der vor zehn Jahren neuartige Gedanke, ein Programm für alle Konfessionen zu entwerfen, umgesetzt werden.
„Früher gab es nur die Innenstadt-Ökumene zwischen St. Pankratius und Martin-Luther-Kirche“, sagt die evangelische Pfarrerin Erika Engelbrecht. „Durch unsere Arbeit haben wir eine Öffnung für alle Christen und für die ganze Stadt erreicht“, ergänzt Pfarrer Reinhard Kölsch, der derzeitige Sprecher des Rats. Und so organisiert die Arbeitsgemeinschaft im Lauf eines Jahres die (derzeit laufende) Gebetswoche, den Pfingstmontag stattfindenden Gottesdienst der Nationen, ökumenische Aktionen im Rahmen der Michaeliswoche und das Pogromgedenken im November.
Kleiner Stadtkirchentag im Zelt
Ein Vakuum nach den vielen ökumenischen Terminen des Jahrs 2000 war der Auslöser für die Bildung des Christenrats. Erst machten die treibenden Kräfte mit einem kleineren Programm weiter, bald wurde eine Satzung entworfen, schließlich die Gemeinschaft gegründet. Bereits im „Jahr der Bibel“, 2003, stellte der Rat etliche Veranstaltungen auf die Beine – mit positiver Resonanz und viel Zuspruch. Gern erinnern sich die Verantwortlichen, als sich etwa 950 Gläubige 2005 in einem Zelt am Rand der Gütersloher Wirtschaftsausstellung (Güwa) versammelten, was einem kleinen Stadtkirchentag gleichkam.
„Man ist nicht allein“
Der Christenrat verzichtete darauf, sich der auf Landes- und Bundesebene aktiven Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) anzuschließen. „Weil wir unsere Kräfte für die Stadt bündeln wollten“, begründet Hans-Günter Simon von der Evangelischen Freikirche Gütersloh. Zu den Menschen zu gehen, sie mitzunehmen, Verständnis für andere Glaubensgemeinschaften zu schaffen, das sind vorrangige Ziele des Christenrats. „Man spürt, man ist nicht allein“, sagt Ingrid Müller von der Landeskirchlichen Gemeinschaft. Das gilt auch für die drei Syrisch-Orthodoxen Gemeinden in Gütersloh, wo viele Aramäer ihre Heimat gefunden haben. Längst klappe die Zusammenarbeit gut, bestätigt Erika Engelbrecht („Kennenlernen heißt Wahrnehmen“).



Aram Druck
Aramäische Demokratische Organisation
Arameans Genocide Research Center
ARBEITSGRUPPE ANERKENNUNG – GEGEN GENOZID, FÜR VÖLKERVERSTÄNDIGUNG e.V. (AGA)
Christian Solidarity International
Föderation der Aramäer in Deutschland
Helfende Hände für die Armen e.V.