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Syrien: Aramäer (Syrier-Assyrer-Chaldäer) und Armenier befürchten „zweiten Irak“

Erzbischof Audo: Angriffe auf Kirchen, erzwungene Vertreibung und Entführung von Christen reelle Gefahren
29.03.2012

München-Vatikanstadt, 29.03.2012 (KAP) Der chaldäisch-katholische Bischof von Aleppo, Bischof Antoine Audo, hat sich gegenüber dem Hilfswerk „Kirche in Not“ zutiefst besorgt über die Lage in der Bürgerkriegsregion gezeigt. „Die Christen wissen nicht, wie es mit ihnen weitergehen soll. Sie haben Angst, nicht in ihre Häuser zurückkehren zu können“, so der Bischof, wie „Kirche in Not“ am Donnerstag berichtet. Audo befürchtet, Syrien könnte zu einem zweiten Irak werden, mit Angriffen auf Kirchen, der erzwungenen Vertreibung und der Entführung von Christen.
Wie der vatikanische „Fides“-Dienst am Donnerstag meldet, hätten Armenier in der türkischen Provinz Hatay an der Grenze zu Syrien diese Woche einen Gottesdienst für den Frieden im Nachbarland gehalten. In Syrien lebten derzeit rund 60.000 bis 80.000 Armenier, insbesondere in Aleppo aber auch in Damaskus, Latakira, Kessab, Der Zor, Quamishili und Raqqa. Unter Berufung auf Armenier in Syrien heißt es im „Fides“-Bericht, dass die meisten Mitglieder neutral im Hinblick auf die Krise seien. Sie folgten damit der offiziellen Position der armenischen Kirche und anderer Konfessionen.
Viele Gläubige wünschten sich vor allem Stabilität. Ein Wandel mache Angst, und man befürchte eine islamische Theokratie oder einen Status der Illegalität und der Instabilität. Einzelne Mitglieder der armenischen Gemeinde hätten sich jedoch den Protesten der Opposition angeschlossen, wie dies auch für Alewiten, Assyrer und Kurden gelte. Seit Beginn der Aufstände in Syrien werde aber auch von einem möglichen „neuen Exodus“ der im Land lebenden Armenier gesprochen.
Armenische Parteien sind in Syrien verboten. Die Armenier haben jedoch eigene Einrichtungen und Schulen, für die es aber gewisse Auflagen gibt: An Schulen darf die armenische Geschichte nicht unterrichtet werden, und für die armenische Sprache ist nur eine bestimmte Anzahl an Wochenstunden vorgesehen. Armenier sind als „Religionsgemeinschaft“, nicht aber als „ethnische Gemeinschaft“ anerkannt. Armenisch ist nur als „liturgische Sprache“ bei Gottesdiensten in den Kirchen erlaubt.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 29. März 2012 von in News aus aller Welt, Völkermord - Christenverfolgung.

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Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

Yes, You Can Say ‘Genocide,’ Mr. Prim Minister Erdogan!

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