ARAMEAN YOUTH UNION – Junge Aramäische Union

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Christlicher Aramäer wird von einem Türken attackiert. Kontrahenten schließen Frieden im Gerichtssaal

Eine Auseinandersetzung zwischen einem offenbar nationalistisch gesinnten Türken und einem christlichen Aramäer mit türkischem Pass hatte jetzt ein Nachspiel vor Gericht.

Im Mai 2011 waren der erheblich angetrunkene Angeklagte (33) und der Aramäer (47) in einem türkischen Lokal in Oberhausen zusammengetroffen. Als sich der 47-Jährige mit einer rumänischen Frau in deutscher Sprache unterhielt und rumänische Musik hörte, rastete der Angeklagte aus: „Hier ist fremde Musik verboten, hier spricht man Türkisch“, ereiferte er sich.

Um einem Streit aus dem Weg zu gehen, wechselte der Aramäer das Lokal.

Der Angeklagte aber folgte ihm zu einem türkischen Café. Dort holte er sich beim Wirt ein Obstmesser und griff seinen Kontrahenten unvermittelt an. Der konnte zum Glück einem Schlag (oder Stich) gegen den Hals geistesgegenwärtig ausweichen, sodass er lediglich eine blutende Schnittwunde am rechten Ohr erlitt.

Im Prozess vor Amtsrichter Thomas Kessler machte der Angeklagte, ebenso wie mehrere Zeugen, Erinnerungslücken geltend. Niemand wollte gesehen haben, dass der Angreifer das Messer tatsächlich in der Hand gehalten hatte. Das Opfer aber war sich sicher: „Er wollte mich in den Hals stechen, weil ich nicht Türkisch reden wollte. Ich spreche Aramäisch.“

Die Staatsanwaltschaft fordert 21 Monate Haft

Die Staatsanwaltschaft Augsburg, die in diesem Fall von einem „vermutlich rassistischen Hintergrund“ der Tat sprach – das Volk der Aramäer wurde in der Türkei verfolgt – forderte eine Gefängnisstrafe von 21 Monaten.

So hoch wollte das Gericht den Vorfall in dem Lokal dann aber doch nicht hängen, zumal beide Kontrahenten noch im Sitzungssaal per Handschlag wieder Frieden schlossen. Es war eine Art der Versöhnung.

Angeklagter muss 3000 Euro Geldstrafe zahlen

Weil der Hergang des Übergriffs nicht mehr genau aufgeklärt werden konnte, wurde der Angeklagte vom Gericht schließlich nur wegen eines Versuchs der gefährlichen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 3000 Euro (200 Tagessätze zu je 15 Euro) verurteilt. (utz)

http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Sprachen-Streit-id19445356.html

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 31. März 2012 von in Artikel über Aramäer, News aus aller Welt.

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Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

Yes, You Can Say ‘Genocide,’ Mr. Prim Minister Erdogan!

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