ARAMEAN YOUTH UNION – Junge Aramäische Union

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Katholikentag Im Schatten Der Sultan Selim Moschee

„Mein Kampf geht so lange weiter bis Gottes Gesetz, die Scharia auf der ganzen Welt herrscht oder ich sterbe“

(Sultan Selim I)

Katholikentag im Schatten

Der Sultan Selim Moschee

Christenverfolgung auf dem 98. Katholikentag in Mannheim fast kein Thema

Die Liebfrauenkirche wurde eigens zum Katholikentag frisch renoviert, dennoch wirkt das neogotische Schmuckstück am viel befahrenen Luisenring neben der Sultan Selim Moschee im Stadtteil „Klein-Istanbul“ wie ein teures Abschreibungsobjekt. Die dazugehörige „Gemeinde“ gibt es schon lange nicht mehr. Sie gehört zusammen mit drei anderen Kirchen zur „Seelsorgeeinheit“ Mannheim City. Im Stadtteil Jungbusch leben kaum noch Deutsche, geschweige denn Christen, was unlängst zu der ernsthaften Diskussion im Mannheimer Stadtparlament geführt hat, dem Dreieck zwischen Quadratenstadt und Neckar einen eigenen türkischen Namen zu geben. Soviel vorauseilende Dhimitüde  hat sogar beim linksliberalen armenischen Zentralrat Kopfschütteln ausgelöst, wie man auf diversen Webseiten nachlesen kann.

All das, was hier auf knapp 90 000 Quadratmeter dem Mannheimbesucher ins Auge fällt, hat sich auch inhaltlich auf die Atmosphäre des Kirchentages ausgewirkt. Obwohl die Christen, darunter auch katholische, im Dauerfeuer der Islamisten liegen, die Situation der orientalischen Kirchen immer bedrohlicher wird, stand das Thema „Christenverfolgung“, an der die Mutterorganisationen  der Sultan Selim-Moschee nicht unbeteiligt sind, nur als Fußnote im „Interreligiösen Raum“.

Der einzige Politiker, der sich zum Thema äußerte, war Volker Kauder (CDU), engagierter Koptenfreund – Zitat „der arabische Frühling droht zu einem arabischen Winter zu werden“ – musste sich vom  Ägyptischen Bischof Kyrillos William eines besseren belehren lassen. Peinlich, oder ein Zeichen dafür, wie geschickt Islamisten es verstehen, orientalische Christen untereinander auszuspielen. Kritische Mahner wie etwa Bischof Damian waren entweder zur Diskussion nicht eingeladen, oder sie hielten sich vornehm zurück; oder aber, sie haben mal wieder die Gelegenheit ungenutzt verstreichen lassen, auf einem Kirchentag für ihre Belange medienwirksam einzutreten.

Versöhnlich, oder besser gesagt “Problem verdrängend“ klangen auch die Statements des als

„Deutschen Käscher“ in Sachen Islamismus bekannten Innenminister Hans Peter Friedrich (CDU),  der, Zitat : „Keine Angst vor dem Untergang des Abendlandes“ proklamiert. Beim nächsten Satz freilich, kann eigentlich nur noch über den Prozentsatz der Promille gerätselt werden. So behauptete der Politiker doch allen ernstes:

„Das christliche Wertefundament sei weiter weltweit gefragt. Die Werte des Abendlandes haben Hochkonjunktur.“

Angesichts der Tatsache, dass überall in der islamischen  Welt gerade die „westlichen Werte“, einschließlich „Hochprozentiges“ aber auch Gleichstellung der Frau, sexuelle Freiheit usw. auf den Mülleimer der Geschichte wandern, erscheint Friedrich auf dem Kirchentag wie ein „Sarkozydrich“.

Die Welt auf den Kopf stellt auch Maria Böhmer (CDU), die allen erdrückenden Statistiken bezüglich Ehrenmord, Zwangsverheiratung, Straßenkriminalität, Antisemitismus, Salafismus) zum trotz die „Integrationsproblematik nicht an der Religionszugehörigkeit festmachen“ möchte.

Noch mehr einseitiges Verständnis und Achtung für die Kulturbereicherer fordert Prof. Gesine Schwan, erfolglose Präsidentschaftskandidatin der SPD, heute Leiterin einer Toleranz- Universität.

Kein Wunder also, dass der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime Deutschlands, Ayman Mazyek, mit der Arbeit seiner 5. Kolonnen sehr zufrieden war, und dabei besonders „das gute Verhältnis zu Christen“ lobte.

Endspurt in den Abgrund

Das Motto des Kirchentages lautete: „Einen neuen Aufbruch wagen“. Ein Motto, das eigentlich aus dem Bereich „Eheberatung, Lebenshilfe, Psychotherapie“ stammt und dann in der praktischen Umsetzung dazu führt, dass Mann und Frau neue Wege mit einem anderen Partner beschreiten. Was den Partnern nach langem Martyrium oft eine glückliche Zeit beschert, hat innerhalb der Kirche zu einem dramatischen Mitgliederschwund geführt, da Geschiedene de Facto keine Vollmitglieder mehr sind, und sich deshalb frustriert zurückziehen. Handelt es sich beim Partner um eine katholische Kindergärtnerin, verliert sie nicht nur das Recht auf „Abendmalsteilnahme“ sondern auch ihren Job.

Ein Thema, das Grünenpolitiker Volker Beck dankbar aufgriff und die nicht unbegründete Frage aufwarf, wie eine Organisation, die zu 90 Prozent am Staatstropf hängt, ihr eigenes Arbeitsrecht praktiziert, das in Teilbereichen sogar dem Grundgesetz zu wieder läuft.

Doch nicht nur, der immer noch skandalöse Umgang mit Geschiedenen und gleichgeschlechtlichen Partnern konterkariert das Motto des Kirchentages zum Wunschdenken und leeren Worthülse. Nach wie vor liegen die Missbrauchsskandale der „Tunten im Talar“ wie eine schwere Hypothek auf der Katholischen Kirche. Der Unmut der Basis traf den Missbrauchsbeauftragten der Bischofskonferenz Ackermann, dem Zögerlichkeit, halbherzige Aufarbeitung und eigenes Versagen vorgeworfen wurde. Immerhin wurde kurz vor dem Kirchentag die Weiterbeschäftigung von mindestens fünf pädophilien Priestern im Bistum Trier bekannt. Wohin mit den Burschen bei der dünnen Personaldecke und den fragwürdigen Auswahlkriterien bei der Rekrutierung?

Die Frage wie die Kirche zukünftig mit pädophilien Seelsorgern aber auch mit ihrer eigenen rigiden Sexualmoral – Stichwort Heirat von Priestern – umgeht, hat auch dieser Kirchentag nicht beantworten können.

Kirchenkritiker sind Parasiten

Es bleibt bei Hoffnungen auf Reformen, doch deren Befürworter  wurden von Benedikts „Großinquisitor“, dem Regensburger Bischof Gerhard Ludwig  Müller als „Parasitäre Existenzform“ bezeichnet.

Müller, der Gastgeber des nächsten Katholikentages 2014 sein wird, griff diejenigen Gläubigen an, die immer lauter mehr Mitwirkungsrechte für Frauen und Laien und Verbesserungen etwa für geschiedene Wiederverheiratet fordern. Zynisches Zitat:

„Es ist die Frage, ob die so genannten Reformgruppen wirklich solche sind. Es kann nicht sein, dass Leute, die von sich aus nichts zustande bringen, sich an die großen Veranstaltungen dranhängen und eine parasitäre Existenzform bringen.

Angesichts dieser Menschenverachtung und Verhöhnung der immer kleiner werdenden Basis von aktiven Christen, klingen die Worte des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert nur allzu wahr. Lammert sinngemäß: „Es ist ein Rückfall der Katholischen Kirche hinter die Ergebnisse des 2. Vatikanischen Konzils (1962-1965) festzustellen. Die Kirche heute ist geprägt von Stagnation anstatt Öffnung.“ Auch die Geschäftsführerin der SPD und bekennende Katholikin Andrea Nahles bemängelt innerhalb der Kirche eine Art „Bunkermentalität“

Fazit: kein neuer Aufbruch, sondern ein weiterer Schritt Richtung Abgrund, ein Totentanz, eng umschlungen mit dem Knochenmann, der bereits die orientalischen Kirchen insbesondere in der Türkei  beerbt hat und getreu dem Motto von Selim…

Klaus Lelek

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 23. Mai 2012 von in News aus aller Welt, Sonstiges.

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Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

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