ARAMEAN YOUTH UNION – Junge Aramäische Union

We are the future!

Von unsäglichen Begegnungen und Respektlosigkeiten

Zuerst erschienen auf HaySociety   (06.06.2012)

In drei Jahren jährt sich der Gedenktag an die Opfer des Völkermordes an Armeniern und anderen Christen des Osmanischen Reiches zum 100sten Mal. Immer noch ist dieser Genozid nicht seiner Dimension entsprechend international verurteilt worden. Die Aussichten für den 24.04.2015 sind bedrückend. Mit Blick auf die der Türkei regional zugeschriebene Größe gestalten sich die armenischen Bemühungen um Anerkennung der organisierten Vernichtung als Völkermord im Sinne der UN-Konvention als Kampf Davids gegen Goliath. Gelingt den Armeniern kein, einer Steinschleuder entsprechender, Clou, werden noch unsere Urenkel vergeblich in die gleiche Richtung rufen.

Während Armenien sich nicht nur aufgrund des bestehenden internationalen Druckes mit dem Nachbarstaat Türkei versöhnen will, etwa um die eigene Wirtschaft anzukurbeln, ist die armenische Diaspora mit aller Kraft bemüht, sich für die den Armeniern zustehende Gerechtigkeit einzusetzen. Sie stellt sich der bedingungslosen Versöhnung entgegen. Sie fordert Anerkennung, Verurteilung, Reue und Entschuldigung. Sie träumt von Wiedergutmachung.

Allein aus diesem Grunde gilt die armenische Diaspora gemeinhin als unversöhnlich. Obgleich man bei den verschiedensten Vereinigungen, Verbänden und Nichtregierungsorganisation in der Regel wohlwollend von Interessenvertretungenspricht, um Sympathien zu wecken, werden Armenier und ihre sich in dieser Sache engagierenden Zusammenschlüsse mit dem negativ konnotierten Begriff des Lobbyismusversehen. Um ihnen die Stimme zu nehmen, werden sie zuweilen – nicht nur von türkischer Seite – zu einer radikal-armenischen Minderheit erklärt. Dass diese sog. Minderheit rund neun Millionen Menschen zählt und im Vergleich zur im Staat Armenien ansässigen Bevölkerung diese um ein dreifaches übersteigt, will keiner so recht vermitteln.

Um diesem Verruf der Diaspora und damit einhergehend der türkischen Geschichtsrevision eine Grundlage zu bieten, hat der türkische Staat eigens einenAktionsplan entwickelt, welcher sich über alle erdenklichen Bereiche menschlichen bzw. gesellschaftlichen Zusammenlebens erstreckt.

Hierin heißt es u.a. :

  • Wendet euch an euren Wohnorten aktiv an die armenische Diaspora. Setzt Armenier auf eure Einladungslisten. Ladet sie ein in die Botschaft und in die Türkei. Nehmt Verbindungen vor allem zu den Gemäßigteren aus der armenischen Diaspora auf, vernachlässigt nicht jene, die anti-türkisch eingestellt sind.

  • Kontaktiert die Universitäten ebenso wie zivile Organisationen. Wendet euch im Besonderen an Akademiker. Nehmt aktiv als Referenten an Veranstaltungen teil, um die Position der Türkei zu verbreiten. Unterstreicht dabei in euren Gesprächen die Wichtigkeit der türkisch-armenischen Beziehungen. Legt besonderen Wert darauf, dass die Entspannung in den türkisch-armenischen Beziehungen möglicherweise zum Wohlstand der Menschen in den beiden Ländern beitragen kann. Verweist auf den Zusammenhang zwischen der Entwicklung der türkisch-armenischen Beziehungen und der Entwicklung der Stabilität im Kaukasus.

Einer besonderen Deutung bedarf es an dieser Stelle nicht. Der perfide Umgang mit dem dunkelsten Kapitel der eigenen Geschichte und die Verunglimpfung der rund 2,5 Mio christlichen Opfer spricht für sich selbst.

Angesichts der geopolitischen und regionalstrategischen Bedeutung der heutigen Türkei schaut man international über solche Kleinigkeiten ebenso bereitwillig hinweg wie über das Verbrechen des Völkermordes selbst. Essentielle Grundeinstellungen, die sich an den Werten und der Würde des einzelnen Menschen orientieren, fordern wir nur ein, wenn ihre Verletzungen sich in ausreichender Entfernung ereignen und die Beanstandungen uns nicht unangenehm werden können. So steht die Türkei beispielsweise mit Aserbaidschan und dem Emirat Katar im Gegensatz zur Ukraine, zu Russland oder China auf der Sonnenseite westlicher Prüfsteine.

Während also die Rufe der armenischen Diaspora in der internationalen Politik ungehört verhallen, liefern führende Hirten der armenischen Bevölkerung ihre Schafe selbst ans Messer.

Eine wahrhaft bittere Pointe dieser Machtspielchen durften wir vor einigen Tagen zur Kenntnis nehmen. Im Vorgarten der armenischen Gemeinde bzw. der armenischen Diözese in Köln begegneten sich zwei Männer, um das Glas auf eine gemeinsame versöhnliche Zukunft zu erheben. Der Botschafter der Republik Türkei, Hüseyin Avni Karslioglu, und der Primas der Armenischen Kirche in Deutschland, Erzbischof Karekin Bekjian trafen sich, weil – so heißt es – der Botschafter Interesse an „seinen Staatsangehörigkeiten1“ habe. Man hat zuerst das Kirchengebäude besichtigt, dann im Garten zusammengesessen und zu guter Letzt folgte ein feierlicher Eintrag ins Gästebuch der armenischen Kirche. Anwesend waren zudem die Vorsitzende der armenischen Gemeinde, Minu Nikpay, und die Mitglieder des Diözesanbeirates, u.a. Dr. Sarkis Kehyayan, Meline Pohlmann, der örtliche Pfarrer der Gemeinde.Journalisten türkischer Medien und ein Mitarbeiter der Kirche, Sayat Boyaciyan, fotografierten das Ereignis. Zur Verabschiedung verteilte man Küsschen.

Einem in den türkischen Medien veröffentlichtem Video kann man entnehmen, dass sich der Erzischof für den Besuch bedankt und die Vorsitzende der armenischen Gemeinde in Köln, Frau Minu Nikpay, äußert, dass ein solcher Besuch der erste dieser Art sei, woraufhin wiederum der Botschafter betont, dass er unter den Gemeinschaften unter seinen (!) Staatsangehörigen nicht trenne. Alle, Gläubige wie Ungläubige, Aleviten, Sunniten und Christen seien „seine“ Bürger. Der Botschafter fährt fort, in dem er darlegt, dass jede der beiden Gemeinschaften seine Schmerzen und Mitteilungen habe, wichtiger sei es jedoch nach vorn, in die Zukunft zu schauen.

Bislang ist von der Diözese keine Stellungnahme zu diesem Vorgang erfolgt. Angebracht und normalerweise üblich sind Ankündigungen im Vorfeld bedeutender Ereignisse und Besuche meist als Einladung, zumindest aber in Form einer Information. Diesmal scheint es, will man die Angelegenheit lediglich nachträglich über Dritte kommunizieren und soweit es eben geht aussitzen.

Ein Mitglied dieser Kreise, welcher betont im Hintergrund bleiben möchte, ließ sich die Aussage entlocken, dass die Kirche nicht gegen die Bemühungen der Armenier in Deutschland arbeite, sondern dieselben Ziele verfolgend den Dialog bemühe.

Samvel Lulukyan vom Vorstand der armenischen Gemeinde ließ hingegen beteuernd verlauten, dass die Diözese das Treffen als „rein religiös“ einstufe. Es gebe gerade keinen Bezug zur Politik. Interesse an einem besonderem Dialog mit der Türkei bestünde genauso wenig. Schließlich wolle sich die Diözese nicht in die Politik einmischen. Gleichzeitig betonte er, die (weltliche) armenische Gemeinde Köln distanziere sich von diesem Treffen und trage hier keinerlei Verantwortung. Zudem handele es sich um ein sehr “unangenehmes“ Treffen und es führe nicht weiter, wenn Armenier bzw. armenische Organisationen sich nun untereinander streiten würden. Darum bitte man ausdrücklich (!) um Beendigung der laufenden Diskussionen.

Apologetisch wird betont, dass die Initiative zu dieser Begegnung vom Botschafter ergriffen worden sei. Man wäscht sich damit scheinbar die Hände in Unschuld, da die Höflichkeit es gebiete, dem der anklopft auch die Türe zu öffnen. Dem Bericht der türkischen „Hürriyet“ zufolge war der Besuch der Kandidatur des Erzbischofs für das Patriarchat in Istanbul zu verdanken. In Übereinstimmung zur Aussage, es handele sich bei dem Treffen um ein ausschließlich religiöses Treffen, wird berichtet, dass die beiden Akteure keine politischen Fragen besprochen hätten und der Besuch damit nicht als „politischer Schritt“gewertet werden dürfe.

Es sei dahingestellt, auf wessen Initiative dieses unsägliche Treffen nun tatsächlich in seinem Ursprung zurückzuführen ist. Plausibel sind beide Versionen. Der Erzbischof wird auf der Suche nach Fürsprechern versucht haben, sich den Diplomaten zum Freund zu machen, um endlich in Istanbul Platz nehmen zu dürfen. Dass er sich zwei Tage nach dem Besuch in Istanbul aufhielt, ist demnach zumindest als Schritt nach vorn für den Kandidaten Bekjian zu deuten.

Der Botschafter wird vermutlich nicht nur Interesse an dem Kandidaten gehabt haben, sondern in Ausführung des o.g. Aktionsplans der türkischen Regierung zur Verhinderung der internationalen Verurteilung des Völkermordes gehandelt haben.

Es bleibt abzuwarten, wie sich der Katholikos aller Armenier, Karekin II. Nersissian, in Etschmiadsin, dem Sitz der Armenisch-Apostolischen Kirche, hierzu verhalten wird. Angesichts der Erklärung, es handele sich lediglich um einen Besuch anlässlich der Kandidatur in Istanbul, erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass man ihn gewähren lässt, während man auf das schwache Erinnerungsvermögen der Kritisierenden hofft. Es kann jedoch auch anders kommen.

Nicht zuletzt erscheint auch folgende Intention denkbar: Angesichts der Tatsache, dass die Republik Armenien bei der Frage nach der Versöhnung mit der Türkei unter internationalem wie wirtschaftlichem Druck steht, erscheint es nicht allzu abwegig, unter Inanspruchnahme geistlicher Unterstützung, die unversöhnliche Diaspora in Fortsetzung zu den türkisch-armenischen Protokollen aus dem Jahr 2009 zu marginalisieren. Nimmt man doch mit solch friedfertigen Begegnungen (wie die zwischen Karslioglu und Bekjian) der sich für die Anerkennung einsetzenden Diaspora doch ihre Glaubwürdigkeit:Seht, es gibt eigentlich kein Problem zwischen den Armeniern und den Türken. Diejenigen, die da laut rufen und schimpfen sind nur einige wenige „Radikale“. Der Weg wäre frei für die von allen gewünschte bedingungslose Versöhnung. Die Wirtschaft Armeniens und die der Türkei würde die dringend erforderliche Belebung erfahren, internationale Versorgungsinteressen und die Stabilität im Kaukasus dürften als gesichert gelten. Der o.g. Aktionsplan der türkischen Regierung würde sich der Realisierung rühmen können.

Die Argumentation, die Begegnung habe nur religiösen Charakter gehabt, taugt nicht einmal zur Besänftigung der dümmsten Schafe. Nicht ein Imam war anwesend, sondern ein Vertreter des türkischen Staates. Zugegeben, die laizistische Türkei versteht unter Laizismus auch die Einmischung in die kirchlichen Angelegenheiten der in seinem Land lebenden Christen, so dass das Thema rund um die Kandidatur des Primas durchaus eine im türkischen Sinne laizistisch-rein-religiöse Angelegenheit gewesen sein muss. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es sich um keine politische Begegnung und keinen politischen Schritt gehandelt habe. Hier kreuzen sich Religion und Politik in Person und Sache. Infolgedessen ist die Zusammenkunft sehr wohl als eine Form des politischen Dialoges zu qualifizieren und keiner kann ernsthaft behaupten, armenische Fragen außerhalb der Kandidatur seien nicht betroffen gewesen.

Ein türkischer Staatsmann saß einem armenischen Geistlichen höchsten Ranges gegenüber und verwies ihn auf „eigene“ (!) Schmerzen der Vergangenheit. Merkt hier wirklich keiner, dass der Botschafter den Völkermord zu einem gegenseitigen Krieg kleinredet? Dass er damit den Völkermord an „meinen“ Vorfahren in „meinem“ Haus leugnet? Hier – und damit direkt am Anfang dieser unverschämten Begegnung – war der Schlusspunkt für alle Höflichkeitsformeln. Wer in meinem Haus meine Toten nicht ehrt, ist auf dem kürzesten Weg ins Freie zu befördern.

An dieser Stelle ist auch nicht erkennbar, dass die Kirche und die sich in Deutschland engagierende Bevölkerung dasselbe Ziel verfolgen sollen. Der Leugnung Raum und Bühne zu geben, sollte nicht zum „Dialog“ (ein Unwort!) umgedeutet werden. Noch weniger sollte man die Intelligenz der Gemeindemitglieder unterschätzen.

Die Selbstfreisprechung des Vorstandes der (weltlichen) armenischen Gemeinde, streng zu trennen von der Diözese, für den Besuch keine Verantwortung übernehmen zu wollen, muss ebenfalls zurückgewiesen werden. Die Vorsitzende der Gemeinde, Minu Nikpay, war anwesend, bediente den Gast und dessen Gefolgschaft und lobte mit den Worten „dies ist das erste Mal“ allem Anschein nach die Einzigartigkeit dieses Besuches. Auch ist eine offizielle Stellungnahme der armenischen Gemeinde Köln nicht zu sehen.

Es stellt sich die Frage, warum dieses Treffen so feierlich aufbereitet wurde. Gerade wenn es der einen, armenischen Seite nicht angenehm war, so hatte man doch vor allem die Möglichkeit die sog. ungebetene Selbsteinladung abzuwehren. Das Kirchengebäude nebst Garten befindet sich nicht auf türkischem, sondern auf deutschem Boden. Hier hat der Eigentümer bzw. Besitzer das Hausrecht.

Wieso bietet man dem Mann, der sich im Auftrag seiner Regierung gegen die Anerkennung des armenischen Leides aktiv einsetzt, Gelegenheit medienwirksam seine„Schwamm-Drüber“-Mentalität zu verbreiten? Wieso serviert man ihm armenischen Cognac, den man in armenischen Kreisen normalerweise nur hochgeschätzten Gästen anbietet? Wieso wird diese Begegnung von armenischer Seite fotografiert? Wieso bittet man um Eintragung ins Gästebuch?

Wieso fand das Gespräch, sofern tatsächlich an „armenischen“ oder „Türkei-armenischen“ Interessen gemessen notwendig, nicht in einer kühlen, sachlichen Atmosphäre, etwa in Form eines Gespräches im Amtszimmer statt?

Wieso verabschiedet man sich mit einem brüderlichen Kuss? Das im Westen übliche Reichen der Hand hätte doch ausgereicht, um nicht unhöflich zu erscheinen. Wieso muss man seine Höflichkeit mit einer unterwürfigen Körpersprache untermauern und damit den Botschafter während der Besichtigung der Kirche zum Papst erklären? All dies widerlegt die Aussage, bei dem Treffen habe es sich um einen wenig pläsierlichen Termin gehalten. Diese Äußerung ist bestenfalls ein dilettantischer Versuch, einem befürchteten Tsnuami entgegenzutreten …

Als ob all dies nicht schon über Maßen bedenklich wäre, erdreisten sich einige, dem Erzbischof zwecks seines Amtes oder aus sonstigen Gründen nahestehende Personen, die Kritik an der Begegnung zur Hetzkampagne gegen den Geistlichen zu erklären.

Es wird, mehr als nur einmal, Respekt gegenüber dem ranghohen Geistlichen verlangt. Um in einem weiteren Schritt dieser Einforderung Nachdruck zu verleihen, wird behauptet, Streitereien führten zu Schäden am armenischen Gemeinwesen. In einem Appell an das patriotische Ehrgefühl wird betont, dass es nichts bringe, wenn Armenier sich streiten würden.

Zugegeben, passive Kritikfähigkeit dürfte die größte aller armenischen Schwächen darstellen. Aber muss man soweit gehen, den Leuten den Mund zu verbieten oder ihnen Verantwortung für eine zu spekulative Spaltung zuzusprechen? Es ist wie in einer unglücklichen Ehe. Während der Mann die Frau schlägt, ermahnt er sie gleichzeitig den Mund zu halten und die Familie nicht durch Polizei und Scheidung zu zerstören.

Sachliche Kritik wird zur Respektlosigkeit erklärt – selbstverständlich unter Umgehung der aktuellsten mit Cognac begossenen Respektlosigkeiten gegenüber den Mitgliedern der Kirche/Gemeinde als den Nachkommen der Völkermordopfer.

Wer um das Heil seiner Herde fürchtet, sollte im Sinne dieser handeln. Wer den politischen Streit fürchtet und in jeder Kritik eine Gefahr sieht, ist nicht fähig aus eigenen Fehlern zu lernen. Gerade derjenige, der seinem Volk gegenüber Zuneigung und Verantwortung empfindet, sollte sachlichen Streit, Diskussion und Meinungsausstausch gutheißen, seinen Wert erkennen und um ein gesellschaftlich hohes Niveau bemüht sein. Wer der Menge den Mund verbietet, verhindert das Vorankommen dieser Gesellschaft. Wer das Schweigen unter Hinweis auf Autoritäten propagiert, und den Kritiker zum Radikalen erklärt, ist nicht an seinen Mitmenschen und seinen Mitbürgern interessiert.

Wer seinen Aufruf zum inner-armenischen Dialog nur einseitig ausspricht, und die Diskussion an der Sache mit Schmähkritik gleichsetzt, versucht allenfalls, die Angelegenheit möglichst schnell und schmerzfrei in die Vergangenheit zu schieben und verkennt den unschätzbaren Wert der durch die Meinungsfreiheit geschützten Rechte.

Auch unsere Geistlichen sind nur Menschen. Diese Einstellung zeichnet das moderne, säkulare Gemeinwesen in demokratischen Strukturen aus. Den Verantwortlichen ist kein leichtes Versehen unterlaufen, sie haben sich mit Wissen und Wollen für dieZusammenkunft zwischen post-osmanischem Staat und armenischer Kircheentschieden und die ihrer eigenen Bevölkerung gegenüber bestehende Verantwortungspflicht gröblichst verletzt. Die Veranstalter kündigten den Besuch im Vorfeld bewusst nicht an, um damit dem zu erwartenden Gegenwind zu entgehen. Das muss kritisiert werden dürfen. Wer gehört werden will, muss seinem Anliegen Ausdruck verleihen.

1Lediglich am Rande sei angemerkt, dass Armenier aus der Türkei, bis auf eine sehr kleine Minderheit, in Deutschland eingebürgert sind und sich als „Wahldeutsche“ oder „Deutsche mit armenischen Wurzeln“ verstehen.Sofern man hier besitzanzeigende Begriffe verwenden möchte, muss darauf hingewiesen werden, dass diese Armenier weder Erdogans oder Karslioglus Bürger sind, noch sich als Teil der türkischen Gesellschaft verstehen. Sie sind Staatsbürger einer liberalen europäischen Demokratie, derzeit von Angelika Merkel und Joachim Gauck.

Advertisements

Information

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 6. Juni 2012 von in Völkermord - Christenverfolgung.

RSS Blog von Gudrun Eussner

Neueste Twitter Meldungen!

Aktuelle Veranstaltungen!

Spendenaktion für die Aramäer und Christen in Syrien:


Vergesst uns nicht!

Deutschland steh zu deiner Verantwortung! Petition Unterschreiben!

Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

Yes, You Can Say ‘Genocide,’ Mr. Prim Minister Erdogan!

Aktuelle Bildergalerie

Archiv Kalender

Juni 2012
S M D M D F S
« Mai   Jul »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930

Um neue Beiträge per E-Mail zu erhalten, hier die E-Mail-Adresse eingeben.

Schließe dich 877 Followern an

Kategorie

Archiv

%d Bloggern gefällt das: