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Syrische Wahrheiten, syrische Lügen

Die derzeitige Situation in Syrien stellt für Journalisten ein ziemliches Dilemma dar. Das Problem: Informationen über mögliche Verbrechen in Syrien sind nicht unabhängig überprüfbar.

Es ist ein kleiner Satz, rasch überlesen, eher der Vollständigkeit halber in seriösen Zeitungen angefügt. „Von unabhängiger Stelle konnten diese Berichte zunächst nicht bestätigt werden.“ Dieser Satz steht seit Monaten in den Meldungen über schreckliche Ereignisse in Syrien – wenn über Angriffe von Assad-Truppen berichtet wird, wenn von Massakern die Rede ist. In der Regel sind es syrische Oppositionsgruppen im Ausland, die solche Meldungen herausgeben und stets Assads Regime als Urheber nennen.

Der einschränkende Satz ist womöglich von zentraler Bedeutung. Wenn das erste Opfer im Krieg die Wahrheit ist, so läuft auch die Berichterstattung jederzeit Gefahr, zum Opfer des Krieges zu werden, weil sie zwangsläufig Informationen transportiert, die sie oft genug nicht überprüfen kann. Der Journalismus droht, unfreiwillig, der Propaganda der Konfliktparteien aufzusitzen. Es ist ein Dilemma, das sich nicht auflösen lässt.

Viele offene Fragen

Das „Massaker von Hula“ ist ein Beispiel für die Schwierigkeiten. Fakt ist, von unabhängigen UN-Beobachtern überprüft, dass am 25. Mai im Städtchen Hula bei Homs etwas mehr als 100 Menschen getötet wurden, darunter 32 Kinder. Fakt ist auch, dass etwa ein Fünftel von ihnen durch Granaten- oder Mörserangriffe starben. Die anderen wurden aus kleinkalibrigen Waffen erschossen. So haben es die UN-Fachleute bei einem Besuch in Hula am 26. Mai festgestellt.

Überdies schilderten Augenzeugen der Organisation Human Rights Watch, dass zunächst Bewaffnete zwei Kontrollpunkte des syrischen Militärs in der Stadt angegriffen hätten, woraufhin die Militärs stundenlang mit schweren Waffen geantwortet hätten.

Am späten Nachmittag seien Uniformierte gekommen, die die anderen Menschen töteten. Allein 60 Personen gehörten einer Familie an – einer Familie, die als regimetreu galt. Unklar ist, wer die Männer in Militärkluft waren. Regierungstruppen, die Aufständische bekämpfen wollten? Regimetreue Milizen mit gleichem Auftrag? Anhänger einer der etwa 200 Oppositionsgruppen, die es inzwischen gibt? Sunniten, Schiiten, Alawiten, Kurden? Niemand weiß es.

Weiterlesen empfohlen: http://www.berliner-zeitung.de/politik/syrien-syrische-wahrheiten–syrische-luegen,10808018,16329698.html

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 9. Juni 2012 von in Exstremismus/Terrorismus, News aus aller Welt, Sonstiges.

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Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

Yes, You Can Say ‘Genocide,’ Mr. Prim Minister Erdogan!

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