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Das Gemetzel der Gotteskrieger im Luxushotel

Bei dem Angriff auf ein Ausflugshotel bei Kabul haben die Taliban mindestens zwölf Zivilisten getötet. Als Grund für die Attacke nannten sie, dass in dem Hotel unislamische Partys gefeiert würden. Von Sophie Mühlmann

Talibananschlag auf Hotel1/7
Afghanistan

DPAAnschlag auf ein Luxushotel am Kargah-See in Afghanistan: Sicherheitskräfte verschaffen sich ein Bild von dem verwüsteten Tatort. Taliban-Kämpfer hatten das bei Ausländern beliebte Hotel angegriffen.

Die Botschaft der Taliban auf ihrer Website war eindeutig: Tod den sündigen „Ausländern und ihren Marionetten-Kollegen“. Mindestens zwölf Zivilisten, unschuldige Ausflugsgäste, wurden ermordet, als ein Himmelfahrtskommando der Gotteskrieger in der Nacht zum Freitagein Luxushotel am Kargah-See vor den Toren der afghanischen Hauptstadt Kabul angriff.

Nicht lange vor Mitternacht am Donnerstagabend hatten die Taliban ihre Attacke gestartet. Sieben Männer mit Sprengstoffwesten, Schnellfeuergewehren und Granaten stürmten die Anlage des Spozhmai-Hotels in einem Naherholungsgebiet rund 18 Kilometer vor Kabul.

Sie schossen auf Familien, die am Seeufer ein Picknick veranstalteten. Sämtliche Gäste und Angestellten nahmen sie als Geiseln. Die idyllische Hotelanlage, die früher der königlichen Familie gehörte, gilt als beliebtes Ausflugsziel für Ausländer und die Bewohner der Hauptstadt, die es sich leisten können.

Mörderisches Feuergefecht in der Nacht

 

Zwölf Stunden hielten sich die Angreifer in dem Hotel verschanzt, in dem sich rund 300 Menschen aufhielten. Mit den schnell angerückten Sicherheitskräften – Soldaten der afghanischen Nationalarmee, unterstützt von Nato-Truppen – lieferten sie sich die ganze Nacht hindurch ein mörderisches Feuergefecht.

Dabei gerieten mehrere Frauen und Kinder ins Kreuzfeuer. US-Hubschrauber beschossen das Hotel von oben, und Soldaten durchkämmten das gesamte waldige Terrain. Am Morgen hatten die Sicherheitskräfte die Lage schließlich unter ihre Kontrolle gebracht. Alle Angreifer waren getötet worden.

Augenzeugen zufolge hatten sich zwei von ihnen selbst in die Luft gesprengt. Doch auch drei Wachleute und ein Polizist kamen ums Leben. Den Sicherheitskräften, so Polizeichef Ayoub Salangi, war es relativ früh gelungen, die meisten Geiseln zu evakuieren, bevor ein dramatisches Katz- und Mausspiel innerhalb der Anlage begann, dass sich bis in den Morgen hinzog.

„Verbrechen gegen die Menschlichkeit“

 

Mohammed Sahir von den Kabuler Sondereinsatzkräften nannte den Überfall „ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, denn sie haben Kinder, Frauen und Zivilisten attackiert. Es war kein einziger Soldat in der Nähe.“

Die radikalen Islamisten bekannten sich sofort zu dem Angriff und hatten auch gleich eine moralische Rechtfertigung parat: die luxuriöse Absteige sei ein Sündenpfuhl, ein Ort unislamischer Partys. Afghanen würden dort Alkohol trinken und es gäbe Tanz und Prostitution, erklärte Zabiullah Mujahid, ein Sprecher der Gotteskrieger.

Taliban-Angriffe werden immer dreister

 

Der Angriff weckt dunkle Erinnerung an die eiserne Knute, mit der die Steinzeitislamisten bis vor elf Jahren in Afghanistan regiert hatten. Nun, zwei Jahre vor dem Abzug ausländischer Truppen vom Hindukusch, haben die Taliban ihren Kreis immer enger um die Hauptstadt geschlossen und kontrollieren immer größere Teile des Landes.

Mehrmals haben sie in der jüngeren Vergangenheit bereits Zivilisten direkt attackiert, so etwa bei einem Angriff auf eine Bank in Dschalalabad Anfang 2011 und ihrem Sturm auf das Hotel Intercontinental in der Hauptstadt vor fast einem Jahr.

Ihre Angriffe werden dreister, ihre Propaganda neben dem stetigen Ausländerhass zunehmend auch wieder ideologischer.

http://www.welt.de/politik/ausland/article106743013/Das-Gemetzel-der-Gotteskrieger-im-Luxushotel.html

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 22. Juni 2012 von in Exstremismus/Terrorismus, News aus aller Welt.

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