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Türkei: Skandal um Armenier-Frage in Aufnahmeprüfungen

 In Schulprüfungen wurde rund eine Million türkischer Schüler mit der amtlichen Aussage konfrontiert, dass es sich bei den armenischen und griechischen Minderheiten um Landesverräter handele.

Istanbul (kath.net/KNA) Skandal bei Aufnahmeprüfungen für die Gymnasien in der Türkei: In den landesweit standardisierten Prüfungen wurden rund eine Million Schüler mit der amtlichen Aussage konfrontiert, dass es sich bei den armenischen und griechischen Minderheiten um Landesverräter handele. Wie die Zeitung «Taraf» (Donnerstag) berichtet, wurden die Schüler unter anderem gefragt, wie das türkische Volk damit umgegangen sei, dass die armenische und griechische Bevölkerung sich im Ersten Weltkrieg mit dem Feind verbündet habe und der türkischen Bevölkerung in den Rücken gefallen sei. Die Frage wurde laut «Taraf» jetzt öffentlich bekannt, als der Vater einer Schülerin bei einem Gericht in Istanbul Strafanzeige wegen Volksverhetzung gegen das Bildungsministerium gestellt habe.

Mit der Dolchstoßlegende vom Verrat der christlichen Bevölkerungsteile wurden in der türkischen Geschichtsschreibung und im schulischen Geschichtsunterricht über Jahrzehnte Massaker an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten im Ersten Weltkrieg rechtfertigt. Im Zuge der Demokratisierung und unter dem Druck der öffentlichen Diskussion über die Schuld am Schicksal der Armenier im untergehenden Osmanischen Reich wurde diese Version in jüngster Zeit aus den meisten Schulbüchern getilgt. Bis heute streitet die türkische Regierung jede Verantwortung für die Massaker ab, denen nach manchen Schätzungen bis zu 1,5 Millionen Menschen zum Opfer fielen.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

http://www.kath.net/detail.php?id=37061

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Ein Kommentar zu “Türkei: Skandal um Armenier-Frage in Aufnahmeprüfungen

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 22. Juni 2012 von in Artikel über Aramäer.

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Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

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