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Forderung nach Rücktritt der Regierung: Angst vor Bürgerkrieg im Libanon wächst

Anschlag, Arabischer Frühling, Beirut, Bürgerkrieg, Libanon, Syrien

Der fragile Frieden im Libanon droht zu zerbrechen: Der Terroranschlag in Beirut, bei dem ein mächtiger Geheimdienstfunktionär starb, lässt alte Konflikte wieder hochkochen und schürt die Angst vor einem neuen Bürgerkrieg.
Nach dem Terroranschlag vom Freitag, bei demmehr als 80 Menschen verletzt und acht getötet wurden – darunter der sunnitische General Wissam al-Hassan-,gingen am Samstag insbesondere in den von Sunniten dominierten Regionen Menschen auf die Straße und forderten den Rücktritt der Regierung. Die derzeitige Regierung wurde 2011 von einem Bündnis an die Macht gebracht, das von der schiitischen Hisbollah dominiert wurde. Viele Libanesen vermuten, dass Syrien hinter dem Attentat steckt – und die Hisballoh hat beste Verbindungen zu Syrien.General Wissam al-Hassan, dem der Anschlag nach Ansicht von Beobachtern galt, war ein enger Gefolgsmann des ermordeten Ministerpräsidenten Rafik al-Hariri und leitete auch die Ermittlungen zu dessen Tod. Seine Recherchen legten eine Verwicklung Syriens und der libanesischen Hisbollah in den Mord nahe.Nach einer Krisensitzung des Kabinetts sagte Regierungschef Nadschib Mikati, er habe Präsident Michel Suleiman seinen Rücktritt angeboten, bleibe jedoch auf dessen Bitte hin vorerst im Amt. Mikati argumentierte: „Wir wollen kein Machtvakuum im Libanon.“

Polizeichef erwartet weitere Attentate

Libanons Polizeichef Aschraf Rifi nannte den Mord an al-Hassan einen schweren Schlag und schloss weitere Attentate nicht aus. „Wir haben einen Stützpfeiler unserer Sicherheit verloren.“ Dem Land stünden weitere Opfer bevor. „Wir wissen das. Aber wir lassen uns nicht brechen.“

Demonstrierende Sunniten steckten zum Zeichen des Protestes gegen den Mord an ihrem Glaubensbruder Autoreifen in Brand. Sie blockierten die Zufahrt zum internationalen Flughafen in Beirut und sperrten Straßen in der nordlibanesischen Hafenstadt Tripoli.

Streit zwischen Assads Gegnern und Anhängern festgefahren

Der multireligiöse Libanon ist tief zerstritten zwischen Anhängern und Gegnern des syrischen Präsidenten Baschar el Assad. Die Macht in ist in dem Land nach einem Proporzsystem verteilt. Der Präsident ist immer maronitischer Christ, der Ministerpräsident Sunnit, der Parlamentspräsident Schiit. Vor allem die Schiiten finden das ungerecht, dürften sie doch inzwischen zahlenmäßig in der Mehrheit sein. Viele unterstützen den ihrer Konfession nahestehenden Alawiten Assad, die meisten Sunniten stehen auf der Seite seiner Gegner.

Syrien hatte jahrzehntelang die Rolle einer Vormacht im Libanon gespielt. Auch lange nach dem Ende des 15-jährigen Bürgerkriegs 1990 standen syrische Soldaten im Zedernstaat. Ihr Abzug konnte erst nach dem Mord an Hariri im Jahr 2005 durchgesetzt werden.

 

saw/dpa/Reuters


Forderung nach Rücktritt der Regierung: Angst vor Bürgerkrieg im Libanon wächst – weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/angst-vor-buergerkrieg-libanesen-fordern-ruecktritt-der-regierung_aid_842816.html

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 20. Oktober 2012 von in News aus aller Welt, Sonstiges.

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