ARAMEAN YOUTH UNION – Junge Aramäische Union

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Stirbt die Muttersprache Jesu auch in Syrien aus?

Je länger sich der syrische Bürgerkrieg in die Länge zieht, desto mehr leiden gerade die Christen unter seinen Folgen. Viele Kirchen, Gemeindezentren und Schulen sind von der Luftwaffe des Assad-Regimes zerstört worden.

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In Maalula im Norden Syriens wohnen noch aramäisch sprechende Christen.

Syriens Militärpiloten halten Präsident Assad die Treue: Schliesslich war dessen Vater selbst Fliegergeneral, ehe er 1970 in Damaskus die Macht ergriff. Für seinen Sohn Baschar sind die russischen Kampfbomber zur entscheidenden Waffe geworden, mit der er den bald zweijährigen Aufstand trotzden kann. Das trifft auch die christlichen Kirchen und Gemeindehäuser.

Fast nur noch Trauergottesdienste

In den noch stehenden Kirchen des Landes finden fast nur noch Trauergottesdienste für die zahlreichen christlichen Opfer der Kämpfe statt. Dennoch geben manche syrischen Patriarchen und Bischöfe weiterhin der Assad-Diktatur den Vorzug vor einer ungewissen revolutionären Zukunft. Die arabischsprachigen Katholiken sehen sich durch den Papstbesuch in Libanon und die Äusserungen Benedikt XVI. in ihrer Loyalität zur «legitimen Obrigkeit» bestätigt. Die seit eh und je von Russland unterstützten Griechisch-Orthodoxen teilen auch die Rückendeckung, die Moskau seinem letzten Nahostverbündeten Assad gewährt.

Ganz aus dem Bürgerkrieg heraus halten sich hingegen die etwa 30’000 Armeuier, die noch im besonders umkämpften Aleppo leben. Sie werden als einzige christliche Gemeinschaft durch Hilfsflüge aus Armenien vor dem Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten bewahrt. Allgemein verurteilt wird hingegen die passive Haltung des Westens, der sich auf seine Währungsprobleme konzentriert und die syrischen Christen ihrem Schicksal überlässt.

Aramäische Christen zwischen drei Mühlsteinen

Gleich zwischen drei Mühlsteine – Regime, Rebellen und Kurden – sind die syrisch-orthodoxen Aramäer geraten, seit das Regime den Nordosten des Landes so gut wie geräumt und kurdischen Milizen überlassen hat. Diese Erbfeinde aller orientalischen Christen haben zwischen Euphrat und Tigris mit ihrer militanten Partei des «Demokratischen Bundes» (DYP) die Macht an sich gerissen. Als Verbündete der kurdischen Partisanen von der PKK Öcalans in der Türkei haben sie auch deren Terror gegen alles Christliche auf Syrien ausgedehnt.

Inzwischen sind früher stark von Christen bewohnte Städte und Regionen Syriens völlig «christenfrei» geworden. So das weitgehend zerstörte Homs und seine Umgebung. Verödet ist auch das benachbarte Maalula, wo die aramäische Muttersprache Jesu bis zuletzt auch die Umgangssprache war. Nach ihrem Verschwinden im Irak mit dem Exodus der dortigen aramäischen Christen droht die Sprache, in der Jesus gepredigt und gebetet hat, nun auch in Syrien auszusterben!

Zum Thema:
280 gekidnappte Christen wieder frei
Peter Scholl-Latour bringt Christenverfolgung aufs Tapet

Datum: 16.10.2012
Autor: Heinz Gstrein
Quelle: Livenet
http://www.jesus.ch/magazin/international/asien/223809-stirbt_die_muttersprache_jesu_auch_in_syrien_aus.html
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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 24. Oktober 2012 von in Artikel über Aramäer, Sprache und Schrift, Völkermord - Christenverfolgung.

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Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

Yes, You Can Say ‘Genocide,’ Mr. Prim Minister Erdogan!

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