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Wer war dieser Held „Patriarch Mar Benyamin Shimun“?

 Mar Benyamin Shimun

Mar Benyamin Shimun, Nestorianischer Patriarch, XXI, geboren 1887 in Qudchanis, Süd-Ost Türkei.

Ernannt zum Metropolit durch sein Onkel, Mar Rowil Shimun, Nestorianischer Patriarch XX.

Mar Benyamin wurde im Jahre 1903, nach dem Tod von Patriarch Mar Rowil, im Alter von 16 Jahre zum nachfolgenden Patriarch ernannt.

Mar Benyamin war bei den Aramäern , Türken und Kurden durch all seine Entscheidungen bekannt für seine Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit.

Mar Benyamin´s Amtszeit als Patriarch war eine der meist unruhigen Epoche der modernen aramäischen Geschichte.

Der Hass und die Erhebung der Kurden und Türken, zusätzlich kompliziert durch gegnerische Regierungen und religiöse Systeme vor Ort, machte an Mar Benyamin eine eindeutige Kampfansage.

In der Hoffnung eines sicheren Ausgang der Situation, versuchte Mar Benyamin, über die darauf folgenden Jahre, seine Nation durch das raue Terrain bis Urmia/Iran zu führen.

Er vereinte die nestorianischen Stämme im Hakkarigebierge, um sich gemeinsam gegen die kurdischen, türkischen und deutschen Kriegstruppen zu verteidigen.

Es gelang ihm, als Führer dieser vereinten nestorianischen Stämme, jeden einzelnen Angriff erfolgreich abzuwähren.

Er brachte die Position als Oberbefehlshaber dieser Stämme auf sich, sogar auf Kosten seines eigenen Bruders Hormiz.

Der ehrenwerte Hormiz, der dritte Bruder von Mar Benyamin, war am studieren in Istanbul.
In dem Versuch den Patriarch gegen seinen Willen in die Knie zu zwingen, hielt die türkische Regierung seinen Bruder Hormiz als Geisel und drohte mit seinem Tod.

Mar Benyamin´s Antwort war: „Hormiz ist EIN Bruder, aber alle anderen in der aramäischen Nation sind meine Kinder!“

Er wollte nicht seine komplette Nation opfern, um eine einzige Person zu retten.

Als Konsequenz wurde Hormiz in Mosul öffentlich gehängt und sein lebloser Körper war den ganzen Tag noch zu sehen.

Mar Benyamin traf leider eine der schwerwiegendsten Wahlen während seiner Amtszeit als er seinen Bruder für die Sicherheit und Ehre der Aramäer opferte, um deren Zukunft zu sichern.

Um die Position der Aramäischen Truppen zu stärken, ersuchte der Patriarch Hilfe von Russland. Aramäische Truppen kämpften eine Zeit lang mit den Russen Seite an Seite und es wurde darauf gehofft, dass Russland unserem Volk einen Zufluchtsort zur Verfügung stellen würde.

Tatsächlich brachte diese Allianz die russische Regierung dazu, ca. 200 Aramäische Kämpfern die St. George Goldmedaille 4. Grades für ihre Tapferkeit im Kampf in der Schlacht an Tkhuma, den 25. Oktober 1917, zu überreichen.

Mar Benyamin selbst wurde mit dem St. Anne Kreuz ausgezeichnet. Außerdem sollte er vom Kaiser persönlich einen noch höheren Orden erhalten.

Allerdings war der letzte Orden dem Patriarchen nie ausgezeichnet worden, wegen der politischen Erhebung, die auf die Bolschewistische Revolution hinauslief.

Tragischerweise wurde Mar Benyamin, im Februar 1918, das Opfer von einem geplanten Mordes durch die Hände des kurdischen Kriegsherr Simko Agha, der ihn mit der gelogenen Behauptung einlud, über den Frieden zu verhandeln.

Der Patriarch wurde mit angemessener Ehre seiner Position empfangen. Als die Verhandlung zu Ende war, wurde Mar Benyamin´s Kutsche auf dem Rückweg von seinen Begleitern zum stehen gebracht.

Darauf eröffnete Simko Agha und seine Männer das Feuer und töteten Mar Benyamin und alle Anderen, die mit ihm waren.

Etwa 150 Personen haben Seine Heiligkeit zu dieser Verhandlung begleitet. Weniger wie 10 von diesen 150 Personen haben die Metzelei überlebt, indem sie sich unter ihren gefallenen Kameraden bis zur Dämmerung verbargen. Diese Überlebende entkamen und berichteten über diese Tragödie.

Die Mörder waren auch auf der Jagt nach Rab Kaila Dawid, den Bruder des Patriarchen. Indessen arrangierte er es Schutz in der Kirche der Armenier zu finden und verschickte sein Kummer als eine stille Nachricht seiner Sicherheit.

Danke für den Mut von Daniel Malik Ismail und einige seiner Männer, für die Übergabe des Körpers des Patriarchen Mar Benyamin.
Es wurde bemerkt, dass der Ring des Patriarchen und sein Zigarettenetui gestohlen wurden.

Mar Benyamin bestrebte nicht nur unermüdlich den Frieden für seine Aramäischen Kinder, sondern auch für Türken und Kurden zugleich.
Konsistent opferte er seinen eigenen Bruder, indem er immer klaren Verstand behielt und sein eigener strenger Richter war. Dadurch rettete er seinem Aramäischem Volk das Leben.

Bis zum Ende führte er seine Patriarchie mit.
Mar Benyamin Shimun machte das ultimative Zeugnis des Glaubens mit der Aufopferung seines Eigenen Lebens.

„Es ist unmöglich für mich, sich nach ansehen eurer Gräueltaten an meinem Aramäischen Volk zu ergeben; Mein Bruder ist nur EINER, doch mein Volk besteht aus HUNDERTTAUSENDE!“
Zitat: Patriarch Mar Benyamin Shimun XXI

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Information

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 15. November 2012 von in Artikel über Aramäer, Völkermord - Christenverfolgung.

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