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Christen verlassen Ägyptens Verfassungsgremium

Christliche Vertreter kündigen ihre Arbeit auf, weil der geplante Verfassungsentwurf islamistisch dominiert sei und schwere Mängel enthalte


Kairo (kath.net/KNA) Christliche Vertreter in Ägypten wollen sich aus der Verfassungsversammlung zurückziehen. Grund sei, dass der aktuelle Entwurf der Verfassung Christen gegenüber Muslimen benachteilige.

Ahmed Maher, Mitgründer der Initiative «Jugendbewegung 6. April», kündigte an, sein Mandat in der Verfassungsversammlung vorerst ruhen zu lassen. Laut der Zeitung «Al Ahram» kritisierte er eine unzureichende Diskussion einzelner Artikel, mangelnde Berücksichtigung von Eingaben zivilgesellschaftlicher und politischer Gruppen, übereilte Beschlüsse sowie Abstimmungen durch Stellvertreter von Delegierten. Maher verlangte eine Annullierung der Entscheidungen der vergangenen Woche.

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Erst Mittwoch hatten 13 weitere Kommissionsmitglieder ihre Mitarbeit aufgekündigt, unter ihnen der frühere Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Moussa, und Ayman Nour, Vorsitzender der liberalen Partei Ghad El-Thawra.

Von den einhundert Mitgliedern der Verfassungsversammlung sind 15 Christen. Vier von ihnen – zwei orthodoxe Kopten, ein Protestant und der koptisch-katholische Bischof Yohanna Qulta – wurden direkt von ihren Kirchen als Vertreter benannt.

Wie das ägyptische Nachrichtenportal «Egynews» (Freitag) meldete, fiel die Entscheidung nach einer Beratung der koptisch-orthodoxen Delegierten mit der Leitung der koptisch-katholischen und der anglikanischen Kirche. Der Schritt sei auch mit dem neuen koptischen Patriarchen Tawadros II. (siehe Foto) abgestimmt worden.

Der am 4. November per Los zum Kirchenoberhaupt gewählte Tawadros II. hatte am Montag einen Rückzug der Kopten aus dem Verfassungsgremium für den Fall angedroht, dass islamistische Kräfte sich mit ihren Interessen durchsetzten.

Der Patriarch sprach sich dabei für einen Beibehalt des Artikels 2 aus der alten Verfassung aus. Dieser nennt die «Prinzipien der Scharia» als Grundlage der Gesetzgebung. Salafisten wollen dies auf die «Regeln der Scharia» zuspitzen.

Tawadros II. betonte in dem Zusammenhang, seine Kirche arbeite mit Experten der sunnitischen Al-Azhar-Universität an einer konsensfähigen Formulierung der umstrittenen Artikel.

Der endgültige Entwurf für eine neue ägyptische Verfassung soll nach bisherigem Stand am 12. Dezember vorgelegt werden.

(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 17. November 2012 von in Missionar.

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