ARAMEAN YOUTH UNION – Junge Aramäische Union

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Araber sind Aramäer!

Das Königreich der ‚Arab in der ‚Jazira’ („Halbinsel“) zwischen Euphrat und Tigris

Im 1. Jahrhundert war das Königreich der A‘rab nur eines der „arabischen“ Königreiche in Syrien und
Nordmesopotamien. Der Herrscher nennt sich in Inschriften: mlk hdr (König von Hatra) und von A‘RaB. In der
Sprache von Hatra bedeutet dies nur, dass er König von Hatra ist und zugleich der westlichen Gebiete
(A‘RaB) bis hin nach Antiochien. A‘rabiya ist nichts anderes als eine von Aramäern und a‘rabi bewohnte
Region. Deren Sprache wird auch im Koran erwähnt als lisan a’rabi mubin (laut R. Paret handelt es sich um
deutliche arabische Sprache). Die Islamwissenschaft geht davon aus, dass es sich hier um Sprecher des
Arabischen handelt. Ob die a‘rabi des Königreichs Hatra Arabisch sprachen, wissen wir nicht. A‘rabiya wurde
zuerst als geographische Region in Mesopotamien bekannt. In späteren Jahrhunderten wird diese auf syrisch-aramäisch
auch Beth Ara-baye genannt. Dann erst werden ihre Bewohner auch Araber genannt, zuvor nannte
man nur die Namen von Stämmen. So wurden, fälschlich, aus den tayye ma-hagraye muslimische Araber
(P.Crone, Haggarism), obschon es im engeren Sinn nur um eine biblische Genealogie eines Stammes (die
tayye, abstammend von der Hagar) ging.

Das Gebiet zwischen Euphrat und Tigris wird von den Arabern als Jazira (Halbinsel) bezeichnet, wohl weil es
wie eine Insel zwischen den beiden Flüssen lag. Das Reich von Hatra lag somit in einer Region, welche seine
Bewohner A‘rabiya (Arabien) nannten, und diese war Teil der Jazira (Halbinsel), dem Land zwischen Euphrat
und Tigris. A’rabiya hat also keineswegs etwas mit der Arabischen Halbinsel zu tun.
Zu den „arabischen“ Königsreichen in Syrien zählten des weiteren:

1. Das Königreich der Nabatäer. Der nördliche Teil ihres Reiches wurde unter Trajan im Jahr 106 eingezogen
und mit der Hauptstadt Bosra (heute Eski-Scham bei Damaskus) zur römischen Provinz Arabia umgewandelt.
Im 5. und 6. Jahrhundert war Bosra Residenz der arabischen Konföderierten der Römer, der Ghassaniden.
Unweit von Bosra, im Hauran, war der römische Kaiser Philippus Arabs (242-249) zu Hause.

2. Das Gebiet von Emesa. Die Könige von Emesa am Orontes in Nordsyrien waren verschwägert mit Herodes
Agrippa I. und M. Iulius Agrippa II. Dies war nicht ungewöhnlich, war doch auch die nabatäische Dynastie in
früherer Zeit versippt mit den Königen Israels. Nachdem der römische Kaiser Domitian (96) ihre Herrschaft beendet
hatte, trat an ihre Stelle ein Priestergeschlecht des Baal von Emesa. Diesem verdankt Rom einige, bis
heute nicht verstandene Kaiser, wie Caracalla (211-217), Elagabal (218-222) und Severus Alexander (222-
235), ein weiterer Priester des Sonnengottes. Elagabal ließ den schwarzen Stein seines Gottes nach Rom
bringen. Auf Dauer etablierte sich der Sonnengott von Emesa als Sol Invictus im römischen Pantheon.

3. Das Königreich von Edessa. Die Dynastie Abghars regierte hier ab 132 ein selbständiges Königreich.
Dieses war in die Kämpfe zwischen Römern und Parthern verwickelt. Von 165 an römische Kolonie, wurde es
früh christianisiert und konnte zeitweise zum bedeutendsten Bischofssitz in Ostsyrien werden.

 

Weiterlesen: Araber sind Aramäer

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 23. November 2012 von in News aus aller Welt.

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