ARAMEAN YOUTH UNION – Junge Aramäische Union

We are the future!

Stellungnahme der Aktionsgruppe JAU zu der Situation des Aramäischen Volkes in Syrien

Innerhalb des Aramäischen Volkes gibt es unterschiedliche Meinungen wie wir uns im Syrien Konflikt positionieren sollen. Leider herrscht viel Uneinigkeit. Es gibt sowohl die Neutralen, als auch die Anti-Assad und Pro-Assad sowie die eigene Opposition gegen alle Gruppierungen.

Die Situation in Syrien ist eine heikle Sache, da man nicht weiß, was nach dem Assad Sturz kommen wird. Die Christen sind unter sich uneins – viele stehen hinter der syrischen Regierung, aber auch hinter der FSA oder haben sich zu einer eigenen Opposition formiert. Doch viele haben eher eine neutrale Haltung zum Konflikt.

Es ist bekannt, dass Islamisten in Syrien eingedrungen sind und dort die Bevölkerung willkürlich terrorisieren, sprich, ausländische Banden entscheiden über das Leben der Syrer. Nach dem Assad Sturz darf man diese Haltung nicht tolerieren bzw. unterstützen!

Durch Tunesien, Libyen und Ägypten sehen wir, was es für Menschen sind, die in der neuen Führung sitzen. Es sind Islamisten, genauer gesagt Islamistische Faschisten, die eins nur im Schilde führen, die Einführung der Scharia, die mit einem Völkermord zu vergleichen ist.

Allein durch die Einführung der Scharia schränkt man die Rechte der Nicht-Muslime, vor allem der Christen und anderen Ethnischen Minderheiten sowie die Rechte der Frauen ein!
Die Scharia verstößt absolut gegen die Internationale Menschenrechtskonvention der UNO.

Es ist nicht zu tolerieren, wie Westliche Mächte versuchen, Assad die größte Schuld zuzuweisen an dem Konflikt in Syrien. Natürlich, Assad ist kein guter Volksvertreter, aber auch Jihaddisten, Islamisten und Al-Qaida sind keine guten Vorbilder für die syrische Bevölkerung. Das Volk wird weiterhin terrorisiert bleiben und dank der Schuld des Nato-Bündnis werden die Terroristen moralisch mit Geldern und Waffen unterstützt. Die größte Unterstützung dieser Banden kommt aber vor allem aus der Türkei, dem Katar und Saudi-Arabien. Also aus Ländern, welche die Menschenrechte und Demokratie mit den Füßen treten!

Die Syrische Nationale Koalition, die als “legitime Vertreterin des syrischen Volkes” von der Türkei und Frankreich anerkannt wurde, wird von 14 bewaffneten Gruppen, darunter zwei starke Organisationen, abgelehnt. Diese Gruppen bezeichnen die Syrische Nationale Koalition als “äußeren Komplott”.

Die beiden starken Gruppen, die Brigade Liwa Tawhid und Al-Nusra-Front, sowie die Brigade Kataeb Ehrar al Sham und andere bewaffnete Gruppen, die sich in Aleppo Kämpfe mit dem Regime liefern, haben die „Syrische Nationale Koalition“ abgelehnt. Die Brigade Liwa Tawhid und Al-Nursa-Front gelten als die aktivisten Kriegsparteien in Aleppo.

In einer Videobotschaft heißt es: “Wir als Funktionäre der Kämpfer in der Region und der Stadt Aleppo lehnen den Komplott, der den Namen „Syrische Nationale Koalition“ trägt, ab. Wir haben einstimmig beschlossen, einen islamischen gerechten Staat aufzubauen.” Des Weiteren soll die Heilige Schrift des Islam, der Koran, zum Gesetz werden.

Die „Syrische Nationale Koalition“ wurde am 11. November gegründet, nachdem der Syrische Nationalrat erfolglos blieb. Zum Vorsitzenden des neuen Oppositionsbündnisses wurde Ahmed Moas al-Chatib gewählt. Der Hohe Kurdische Rat, der die Kurden in Westkurdistan (Nordsyrien) vertritt, wurde zum Treffen in Doha (Katar) nicht eingeladen.

Aufgrund dieser heiklen Situation schließt sich die JAU der Opposition der Demokraten an. Diese vereinen sich in der Syrischen Nationale Koalition (SNK) sowie in den „Hohe Kurdische Rat“.

Die Junge Aramäische Union macht sich für eine Unterstützung derjenigen stark, die eine eigene Opposition vertreten und demokratische Grundordnung als Ziel haben.

Ziele, die die JAU vertritt sind vergleichbar mit der Kurdischen Partei „Demokratische Einheitspartei Kurdistan (PYD)“. Denn die Kurden haben ihren eigenen Rat und Opposition gegründet. Sie sind gegen alle, die die Kurdische Bevölkerung in Gefahr bringen. Sowie wir die JAU gegen alle sind, die unser Volk in Gefahr bringen. Die PYD verfolgt viele ähnliche Ziele wie die HPG (ehemals PKK). Die Kurden streben nun mehr ein Autonomiegebiet in Syrien an der Grenze zur Nordirak an. Die PYD beginnt seit Monaten schon damit, viele Teile Syriens durch Milizen unter ihrer Kontrolle zu bringen. In Al Hassake, Qamishlo und Derike herrscht noch derweil eine ruhige Lage. Doch in Aleppo herrscht Krieg, in der größten Metropole der Christenheit im Nahen-Osten nach Bagdad und Alexandria.
Islamisten, also Jihaddisten und Faschisten, erklären den Einheimischen den Jihad-Krieg.

Mittlerweile gründet die PYD einen Rat in Aleppo mit den Aramäern. Weiterhin bleibt der Syrische-Aramäische Nationalrat der in Qamishlo gegründet wurde weiterhin bestehen.

Auch wir schließen uns den Aramäischen Rat an und bekunden unsere Solidarität unseren Brüdern und Schwestern in Syrien.
Es soll nicht darstellen, dass wir in diesem Konflikt eine Neutralität haben oder uns gegen eine bestimmte Gruppierung stellen, sondern viel mehr, dass wir unsere eigene Opposition haben. Falls Assad später doch gestürzt wird, müssen wir darauf vorbereitet sein auf ein neues Syrien, das wird nicht leicht werden, das ist jedem bewusst!

Unser Volk braucht unsere moralische Unterstützung und Solidarität!

Hochachtungsvoll

Aktionsgruppe

Junge Aramäische Union

Advertisements

Information

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 8. Dezember 2012 von in Arbeitskreis JAU, Artikel über Aramäer, Junge Aramäische Union.

Neueste Twitter Meldungen!

Aktuelle Veranstaltungen!

Spendenaktion für die Aramäer und Christen in Syrien:


Vergesst uns nicht!

Deutschland steh zu deiner Verantwortung! Petition Unterschreiben!

Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

Yes, You Can Say ‘Genocide,’ Mr. Prim Minister Erdogan!

Aktuelle Bildergalerie

Archiv Kalender

Dezember 2012
S M D M D F S
« Nov   Jan »
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

Um neue Beiträge per E-Mail zu erhalten, hier die E-Mail-Adresse eingeben.

Schließe dich 877 Followern an

Kategorie

Archiv

%d Bloggern gefällt das: