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Wie Dummheit zur „Chefsache“ wird

Wie Dummheit zur „Chefsache“ wird

Hintergründe einer merkwürdigen perfiden Politposse in der politischen Provinz


Jörg Uwe Hahn, FDP Politiker, MdL Hessen

Jörg Uwe Hahn ist kein Rassist. Nein, er ist über jeden Verdacht erhaben, denn er gehört zu Deutschlands eifrigsten Islamismusförderer. In seiner Funktion als FDP-Vorsitzender von Hessen hat er gegen die Widerstände des Koalitionspartners CDU den Islamunterricht an hessischen Schulen durchgesetzt und dabei als Ausrichter die Christenverfolgungsorganisation DITIP, die als Hauptverursacher der Unterdrückung christlicher Minderheiten, Aramäer und Armenier,  in der Türkei gilt, favorisiert.

Nun steht der hessische Minister für Justiz und Integration am Pranger, durch einen ebenso dummen wie missverständlichen Satz, den er ausgerechnet in einem Interview mit seiner „Hauszeitung“ Frankfurter neue Presse zu besten gab.

Eine alte Erfahrung lehrt, dass Machtmenschen gerade dort in die Falle laufen, wo sie sich am sichersten fühlen. 1866 wurde in Königgrätz (Böhmen) die Österreichische Armee von den Preußen auf ihrem eigenen Truppenübungsplatz vernichtend geschlagen. Auf einem Gelände also, dass dem Verteidiger wesendlich besser bekannt war als dem Angreifer.

Die FNP ist Hahns „Gut Stubb“ würde der Hesse sagen. Sein Pressesprecher ist niemand anders als der ehemalige Ressortleiter der FNP in Sachen Politik Dr. Hans Liedel. Also ein „Heimspiel“. Wer bei diesem Stichwort böses denkt liegt genau richtig. Denn jener Dr. Liedel mischte sich bei einem Heimspiel der Eintracht mit einem türkischen Gast aus Erdogans Regierungsriege kostenlos unter die Fans, was einen lokal begrenzten Skandal verursachte. Warum Dr. Liedel den nicht schlecht bezahlten Job eines politischen Redakteurs mit dem eines FDP-Pressesprecher  tauschte, bleibt ein Rätsel. Es gibt sichere berufliche Laufbahnen als bei einer Partei, die bei Umfragen hin unter wieder unter drei Prozent rutscht.

Liebt Dr. Liedel den Nervenkitzel? Sicher nicht. Möglicherweise ist sein Weggang mit einem Führungswechsel an der Spitze der FNP im Jahre 2007 verbunden. Damals wurde der aus Altergründen ausscheidende Gerhard Mumme, durch einen gewissen Rainer M. Gefeller ersetzt. Man kann auch gehässig sein und sagen, er wurde Dr. Liedel vor die Nase gesetzt. Ein klares Signal, dass es für ihn in dieser Zeitung keinen Aufstieg mehr geben wird. Zugleich ein Zeichen von Undankbarkeit Seitens seines Arbeitgebers.   „Gefeller!“ Der Name ist Programm; er will gefallen. So auch an diesem verhängnisvollen Donnerstag, als sein Interviewpartner Jörg Uwe Hahn großkotzig und dreist drauflos schwadronierte. Überschrift des Interviews „Wir schaffen 9.9 Prozent“ Dabei fiel der der Satz: „Ob unsere Gesellschaft schon so weit ist, einen asiatisch aussehenden Vizekanzler auch noch länger zu akzeptieren.“ An diesem Satz sind gleich mehrer Dinge merkwürdig, ja befremdlich. So hat es nie wegen Röslers „asiatischen Aussehens“  irgendwelche Ressentiments gegeben. Wohl aber wegen dessen Sozialdarwinismus (Beispiel Schleckerfrauen) und dessen Führungsschwäche innerhalb der FDP. Viel wichtiger ist deshalb die zweite „Tretmiene“ die da lautet „Noch länger zu akzeptieren“. Zu den Leuten die Rösler nicht „noch länger akzeptieren“ wollen, gehört unter anderem Jörg Uwe Hahn, der am Dreikönigstreffen gemeinsam mit anderen auf den FDP-Vorsitzenden eindrosch, nicht zuletzt mit dem Hintergedanken selbst der neue Hoffnungsträger zu werden.

Um im Interview noch mal nach zutreten greift Hahn zu einer perfiden Keule. Er unterstellt anderen Menschen Rassismus und drischt dann mit dieser imaginären zusammen fantasierten Keule  auf seinen innerparteilichen Gegner ein. Er projeziert Vorurteile, die überhaupt nicht existieren und überträgt dabei jedoch seine eigene Ablehnung, ja Feindschaft. Ein klassischer Fall von „Übertragung“ vermischt mit einer gehörigen Portion Hinterfotzigkeit. Die Süddeutsche nennt Hahn einen  „Ego-Shooter“.

Doch die Sache hat noch eine andere Ebene, die ebenso pikant ist. Bevor so ein Interview gedruckt wird, wird es „normaler weise“ erstmal „abgeschrieben“ und danach auch „gelesen“.

Schließlich ist die FNP keine Schülerzeitung. Hier arbeiten Profis. Es gibt einen Ressortleiter Politik, Dr. Sattler (Nachfolger von Dr. Liedel), und es gibt den Pressesprecher von Jörg Uwe Hahn, Dr. Liedel. Also kurze Wege um Unheil zu verhindern. Ein Netz mit doppeltem Boden.

Ausgebuffte Profis, die eigentlich wissen müssen, dass augenfällige zusammen fantasierte Rassismusbedenken nur nach hinten los gehen können. Es sei denn….

…Gefeller hat das Interview zur „Chefsache“ erklärt, vielleicht aus Höflichkeit das Machwerk seinem Ressortchef zum gegenlesen gegeben und dieser hat ihn „ins Messer laufen lassen“.

Warum Dr. Liedel wiederum seinen Chef nicht vor sich selbst schützte, bleibt eine weitere offene Frage.

Was man aus dieser Provinzposse lernen kann. Politik ist ein schmutziges Geschäft in dem Machtgeilheit, Geldgier und Dummheit den gesunden Menschenverstand ersetzt.

 

Klaus Lelek

 

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 10. Februar 2013 von in Sonstiges und getaggt mit , , .

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