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Syrien stand auch im Mittelpunkt der Pro-Oriente-Konferenz in Wien

Kurienkardinal Sarah berät in Amman über Hilfe für Syrien
Syrien stand auch im Mittelpunkt der Pro-Oriente-Konferenz in Wien
15.02.2013

Amman-Rom-Wien, 15.02.2013 (KAP) Die Hilfe für die Opfer des Bürgerkriegs in Syrien steht im Mittelpunkt einer Caritaskonferenz mit Kurienkardinal Robert Sarah von 20. bis 22. Februar in Amman. Sarah leitet den Rat „Cor Unum“, das vatikanische Katastrophenhilfe- und Entwicklungshilfe-Ministerium. Er trifft am 19. Februar mit rund 200 syrischen Flüchtlingsfamilien in der Pfarre Zarqa zusammen wird.
Am 20. Februar wird der afrikanische Kurienkardinal dem jordanischen König Abdallah II. einen Höflichkeitsbesuch abstatten. Unter den Teilnehmern des Caritas-Gipfels in Amman sind der chaldäische Bischof von Aleppo und Präsident von Caritas Syrien, Antoine Audo, und der chaldäische Weihbischof von Bagdad und Präsident von Caritas Irak, Shlemon Warduni.
Sowohl in Jordanien als auch im Libanon halten sich derzeit jeweils mehr als 350.000 syrische Flüchtlinge auf, nicht weniger als 150.000 haben in der Türkei Zuflucht gesucht. „Allein wir von Caritas Jordanien haben bisher bereits 75.000 Flüchtlinge betreut. Angesichts der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen ist dies eine enorme Aufgabe“, sagte der jordanische Caritasdirektor Wael Suleiman am Freitag gegenüber der vatikanischen Nachrichtenagentur „Fides.
Der Apostolische Nuntius in Damaskus, Erzbischof Mario Zenari, forderte in „Radio Vatikan“ die internationale Gemeinschaft auf, „nicht wegzusehen, sondern zu intervenieren, damit es zu einer friedlichen Lösung kommt“. Die Menschen in Syrien seien müde und enttäuscht. Die Kirchen hätten trotz allem mit den Riten der Fastenzeit begonnen. Sie seien in dieser Situation der Unsicherheit und der Gewalt ein Trost, und die Intensität der Gottesdienstbesuche habe zugenommen.
Unter Berufung auf die NGO „Minority Rights Group“ (MRG) schreibt „Fides“, die Verantwortlichen der christlichen Kirchen in Syrien seien „in Sorge um die Zukunft der Christen, da viele auswandern, um der Gewalt zu entgehen“. Der syrisch-orthodoxe Patriarch Ignatius Zakka I. Iwas habe im Gespräch mit MRG erklärt: „Wir wollen nicht, dass Christen das Land verlassen. Doch am wichtigsten ist es, dass sie in Frieden leben und dass Gott bei ihnen ist, was auch immer sie tun und wo immer sie sich befinden.“
Auch bei der „Pro Oriente“-Tagung von Dienstag bis Donnerstag in Wien stand Syrien neben Ägypten im Mittelpunkt. Unter den Teilnehmern der waren auch der syrisch-orthodoxe Metropolit von Aleppo, Mar Gregorios Youhanna Ibrahim, der koptisch-orthodoxe Generalbischof für Deutschland, Anba Damian, und Prof. Baby Varghese von der indisch-orthodoxen Kirche.
Mar Gregorios und Anba Damian berichteten von der dramatischen Situation der Christen in Syrien und Ägypten. In Syrien würden zunehmend Christen gekidnappt, um Geld zu erpressen. Vertreibungen von Christen seien an der Tagesordnung, erst vor wenigen Tagen seien 80 christliche Familien aus einem Dorf am Euphrat aus ihren Häusern verjagt worden.
Metropolit für Konzentrationsregierung
Der Metropolit von Aleppo skizzierte ein Fünf-Punkte-Programm der christlichen Kirchen in Syrien: Sofortiger Waffenstillstand, Zulassung humanitärer Hilfe, Aufnahme von Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien über die Zukunft Syriens, Wiederherstellung der traditionell guten Beziehungen zwischen Christen und Muslimen, Ablehnung jede militärischen Intervention von außen.
Für Mar Gregorios steht außer Zweifel, dass nur ein „runder Tisch“ aller Konfliktparteien nach einem Waffenstillstand und der Zulassung humanitärer Hilfe Syrien retten kann.
Nach Ansicht des Metropoliten sollte man zur Verfassung von 1953 zurückkehren, die nur eine eingeschränkte Machtposition für den Präsidenten vorsah. Eine Konzentrationsregierung sollte Repräsentanten aller politischen, religiösen und gesellschaftlichen Gruppen umfassen. Die Entscheidung über die Staatsspitze sollte den für 2014 vorgesehenen Wahlen vorbehalten bleiben.
Entschieden ist Mar Gregorios gegen jede militärische Intervention von außen. Eine solche Intervention würde die bewaffneten Auseinandersetzungen zu einem Bürgerkrieg im eigentlichen Sinn verschärfen, letztlich könnte es zu einer Teilung des Landes kommen. Nach dem Beginn der bewaffneten Auseinandersetzungen habe sich die übergroße Mehrheit der Christen für eine bewusst friedliche Haltung entschieden. Nur kleine Minderheiten stünden jeweils auf der Seite der Regierung oder hätten sich der Opposition angeschlossen.

http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/52610.html

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 17. Februar 2013 von in Artikel über Aramäer, News aus aller Welt, Völkermord - Christenverfolgung.

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