ARAMEAN YOUTH UNION – Junge Aramäische Union

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„Bleiben oder Fliehen?“ – Die Lage der christlichen Gemeinschaften im Nahen Osten

Der Nahe Osten wurde zunehmend im 20. Jahrhundert islamisiert. Einst herrschte dort ein lebhaftes Zusammenleben von Muslimen, Christen, Juden, Buddhisten sowie von Bahai, Jeziden, Zoroastriern und Anhängern anderer indigenen Religionen. Im 20. Jahrhundert ist jedoch der Anteil der Christen an der Bevölkerung im Nahen und Mittleren Osten von etwa zwanzig Prozent auf heute unter fünf Prozent gesunken. Verfolgungen und Vertreibungen führten in den vergangenen Jahren zu einer Massenflucht der Christen aus dieser Region. Mehr als die Hälfte der irakischen Christen hat beispielsweise bereits ihre Heimat verlassen. Der Bürgerkrieg in Syrien treibt die Christen auch zur Massenflucht. In Ägypten fühlen sich die koptischen Christen durch die Machtübernahme der Moslembrüder bedrängt und in der Türkei leben heute nur noch weniger als 100.000 Christen. Wird das Christentum dieser Entwicklung im Nahen Osten standhalten oder droht  die Region eine Ruinenstätte der Christen zu werden? Was bringen die Umwälzungen in der arabischen Welt noch mit sich? Werden die Christen demnach bleiben oder fliehen?  Einst blühten im Orient die ersten Gemeinden des Christentums. Deren Wurzeln liegen in Israel, Palästina, Ägypten, Jordanien, Syrien, im Libanon, im Irak, in der Türkei, im Iran und in Armenien. Im syrischen Antiochien und im ägyptischen Alexandria lehrten die ersten großen Denker des Christentums. Konstantinopel etablierte sich bereits im 4. Jahrhundert zu einem Zentrum der Christenheit. Seleukia-Ktesiphon, eine Stadt im heutigen Irak, war einst das Zentrum der Assyrischen Apostolischen Kirche des Ostens, jener Kirche, die ihrer geographischen Ausdehnung nach die größte des Mittelalters war. Und auch heute noch betrachtet sich die Armenische Apostolische Kirche als die älteste Staatskirche der Welt. Heute jedoch fürchten diese christlichen Gemeinschaften im Nahen Osten um ihrer Existenz.

Die Landeszentrale für politische Bildung nimmt den Evangelischen Kirchentag 2013 in Hamburg als Anlass, um Sie über die Lage der Christlichen Gemeinschaften im Nahen Osten zu informieren. Wir laden Sie in die Räume der betroffenen Gemeinschaften herzlich zur Impulsvorträge und Diskussion ein. Im Anschluss daran lädt Sie die Gastgebergemeinde ein, bei Brot und Wein die Gespräche zu vertiefen.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

Die Teilnahme ist kostenlos

GRUSSWORT

Bischof Philoxenos Matthias Nayis,

Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien

Bischof Dr. Hans-Jürgen Abromeit,

Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland

REFERENTEN:

Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Tamcke,

Theologische Fakultät der Georg-August Universität Göttingen

Bischof Anba Damian,

Koptischer Bischof für Deutschland

Dr. Uwe Gräbe,

Nahostreferent der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS), Stuttgart

Pfarrer Dr. Diradur Sardaryan,

Diözese der armenischen Kirche in Deutschland

Kirchenrat Thomas Prieto Peral,

Ökumene Referat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern

MODERATION:

Dr. Handan Aksünger

Ethnologin an der Pädagogischen Hochschule Weingarten

TERMIN/VERANSTALTUNGSORT:

Freitag, 03. Mai 2013, 19.00 – 21.30 Uhr

Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien St. Dimet Gemeinde,

Im Neugrabener Dorf 40, 21147 Hamburg

Quelle: http://www.hamburg.de/politische-bildung/veranstaltungen/3902804/2013-05-03-bleiben-oder-fliehen.html

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Information

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 22. April 2013 von in Artikel über Aramäer, News aus aller Welt, Völkermord - Christenverfolgung.

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Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

Yes, You Can Say ‘Genocide,’ Mr. Prim Minister Erdogan!

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