ARAMEAN YOUTH UNION – Junge Aramäische Union

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AN DIE WELTÖFFENTLICHKEIT – Vor allem an die Türkei!

AN DIE ÖFFENTLICHKEIT IN DER TÜRKEI UND IN DER WELT PDF Drucken E-Mail
Montag, den 22. April 2013 um 19:05 Uhr
Wir, als politisch-soziale Organisationen sowie unabhängige Intellektuelle des aramäischen (assyrisch-chaldäischen-syrischen) Volkes, begrüßen die Beilegung der kriegerischen Auseinandersetzungen im Osten der Türkei und in unserer Heimat Bethnahrin. Wir treten für den Frieden ein. Dieser kann und darf jedoch nicht auf der Basis einer 1000 jährigen „Türkisch-Kurdischen Islamischen Bruderschaft“ geschlossen werden. Die damit verbundenen Wunden und schmerzlichen Erfahrungen in unserer Geschichte geben uns Anlass diese vehement abzulehnen.Der bewaffnete Konflikt zwischen der türkischen Armee und der kurdischen Arbeiterpartei-PKK hat zehntausenden Menschen – darunter unzähligen unschuldigen Angehörigen unseres Volkes – das Leben gekostet. Die Region, wo unser Volk seit Jahrtausenden beheimatet ist, wurde verwüstet und entvölkert; unser einer brutalen Verfolgung ausgesetztes Volk war gezwungen, seine Heimat zu verlassen. Keiner der für die Morde Verantwortlichen wurde bestraft, obwohl ihre Identität oft bekannt war.

Die grausamsten, schlimmsten Erfahrungen in unserer Geschichte machten wir jedoch nicht in Kriegs- und Konfliktzeiten zwischen den Türken und Kurden, sondern unter den sogenannten „Islamischen Bruderschaften“ und Koalitionen beider Ethnien. Die Völkermorde von 1895-96, 1909 und das Seyfo von 1915 haben tiefe Wunden hinterlassen, die bis heute nicht verheilt sind. Weder die Türkei noch die Kurden haben sich bisher ihrer Geschichte gestellt. Vor diesem Hintergrund betrachten wir den „Friedensprozess“ zwischen der Regierung und der PKK mit Skepsis. Wir befürchten, dass eine erneute Verbrüderung unter der „Fahne des Islam“ kein Ende der Leiden unseres Volkes bedeuten wird. Wir befürchten neue schmerzhafte Konsequenzen für unser Volk in Bethnahrin und in Syrien.

Die Ankündigung einer Waffenruhe und die Beilegung der blutigen Kämpfe sind wichtige und notwendige Voraussetzungen für eine friedliche Lösung des Konflikts zwischen der türkischen Armee und den Kämpfer der Kurdischen Arbeiterpartei-PKK. Die gesendeten Botschaften sind jedoch zweideutig und schüren Misstrauen und Angst bei den christlichen und anderen Minderheiten  wie den Aleviten und Jeziden. In dem, am 21. März 2013 in Diyarbakir, anlässlich des Newroz-Festes, verlesenen Brief des PKK-Führers Öcalan sind – unserer Ansicht nach – nationalistische Parolen islamischer Geistesprägung, wie beispielsweise „1000 Jährige gemeinsame Geschichte unter islamischer Flagge“, „türkisch-kurdischer Befreiungskrieg“, „türkisch-kurdischer Nationalpakt von 1920“ sowie „gemeinsame Verteidigung der Dardanellen“ und weitere andere historisch fragwürdige unglückliche Ausdrücke enthalten. Der sogenannte türkisch-kurdische „Befreiungskrieg“ wird unsererseits nicht anders als ein „türkisch-kurdischer Pakt“ für die Ausrottung der  in der Region beheimateten christlichen Völker und der Raub ihres Landes betrachtet.

Auch die vorherigen Aussagen des PKK-Chefs über die griechische, armenische und jüdische Lobby erinnern an das Feindbild, das die türkische Regierung schon immer verbreitet. Im Protokoll des Gesprächs zwischen Öcalan und drei Abgeordneten der kurdischen Partei, welches auf dubiosen Wegen an die Öffentlichkeit gelangte, unterstellt PKK-Chef Öcalan griechischen, armenischen und jüdischen Diaspora, für den Verlust ihrer Heimat auf dem Boden der heutigen Türkei, den Türken und Kurden gegenüber Feindschaft zu hegen. Versuche zur Relativierung und Verharmlosung der bewusst gebrauchten und kalkulierten Aussagen des PKK-Chefs durch Abgeordnete der BDP sowie anderen kurdischen Repräsentanten, geben uns  eher Anlass für Skepsis und Misstrauen.

Damit der angeleitete Prozess sich zu einem echten Friedensprozess für die gesamte Bevölkerung in der Türkei einschließlich alle ethnischen und religiösen Minderheiten entwickelt, sind dringend erforderlich:

  • Die Anerkennung des Völkermords an den Christen im Osmanischen Reich im Jahr 1915. Die Türkei und die Kurden als Täter sollten endlich sich für ihr beispielloses Verbrechen an die christlichen Minderheiten entschuldigen und sich ihrer Geschichte stellen. Ein friedliches Miteinander ohne die Aufarbeitung eigener Geschichte kann und wird niemals zustande kommen.
  • Die Einstellung von feindseligen und völkerrechtswidrigen Aktivitäten in Syrien. Die Türkei darf, den islamistischen Terroristen in Syrien keine Unterstützung mehr gewähren. Ein Übergang der Kurden auf die Seite der islamistischen Terroristen in Syrien wurde gravierende Folgen für die Region mit sich bringen, die in Form eines neuen Völkermords an den aramäischen Christen ausarten. Davor warnen wir die Kurden ausdrücklich.

An die Weltöffentlichkeit appellieren wir eindringlich, der Entwicklung in der Türkei und in Syrien mehr Aufmerksamkeit zu schenken.  Die Türkei darf die Lösung des Kurdenproblems für eigene  kriegsstrategische Zwecke in Syrien nicht missbrauchen. Ein Sieg der islamischen Terroristen in Syrien wird, mit schwerwiegenden Folgen primär für die Christen, die gesamte Region destabilisieren.

Unterzeichner:

Turabdin Kalkındırma Dernekleri Federasyonu (DETA)
HSA (Almanya Süryani Federasyonu)
Almanya ve Orta Avrupa Asuri Federasyonu (ZAVD)
Mor Gabriel Derneği Hamburg
Hamburg Süryani Kültür Derneği
Sabri Akbaba (DETA Başkanı)
Şabo Akgül (ZAVD Eşbaşkanı)
Fehmi Aykurt, Mor Gabriel Dernegi Başkanı
Aziz Kurt, Hamburg Süryani Kültür Derneği Başkanı
Metin Akyol, Hamburg Süryani Kültür Derneği ikinci Başkanı
Papaz Shemun Bagandi
Kenan Araz
Abut Can
İbrahim Seven
Circis Grigho
Ferit Sağ
Morris Dal
Aschur Babel
Johan Roumee
Cemil Konutgan
Adam Danho
Adnan Oyal Awrohum Geliyo

İSVEÇ
Süryani Demokratik Birliği
Emanuel Poli
Sabri Yıldız
Hanna Beth Sawoce
Augin Kurt Haninke
Munir Rhawi
Fikri Göksal
Denho Özmen
Sait Eser
Nihat Seven
Nail Akçay

İSVİÇRE
İsviçre Antakya Süryani Derneği
Aminuel Akbaş
Miscel Üney
Edip Şenkal
Yaşar Ravi
Gabriel Sare
Johannes Gauro
Josef Hanno

AVUSTURYA:
Dr. Yusuf Güney
Yusuf Haddadoğlu
Gabriel Aslan

ABD:
Hanna Kerkinni

BETHNAHRİN VE TÜRKİYE:
Ayup Danho
Odom Hanno
Shabo Boyacı
Ferit Altınsu
Hazni Aktaş
Yuhanen Denho
Adday Beytisrail
Hamurabi Beth Shammas Stayfo
İshok Aktaş
Yakup Atuğ
Fetrus Aktaş
Suphi Beth Shmuel
Sami Kawme Dik
Ashur Banipal

BELÇİKA:
Nail Beth-Kinne
Aydın Aslan
Nahro Beth-Kinne
Aydın Ünval
Omar Chammoun
Maloul Masud

AVUSTRALYA:
Nuri İzgi
Dr. Zeitoun Athour
Gilgamesh Gabriel

HOLLANDA:
Abut Seven
Yosef Bahdi
Suat Arslanlar
Robert Rhawi
Julia Challma Kulhan
Gabriel Uygur
Sanharip Gorgis
Ninos Gorgis
Turan Gülo
Sharil Petros
Richard Malcopour
Adnan Challma Kulhan

 

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Information

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 23. April 2013 von in Artikel über Aramäer, News aus aller Welt, Völkermord - Christenverfolgung.

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Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

Yes, You Can Say ‘Genocide,’ Mr. Prim Minister Erdogan!

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