ARAMEAN YOUTH UNION – Junge Aramäische Union

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Ökumenisch ganz vorn dabei

Pater Nikodemus, die syrisch-orthodoxe Kirche hat seit Montag einen neuen Patriarchen. Wie ökumenisch gesinnt ist diese orientalisch-orthodoxe Gemeinschaft und ihr neues Oberhaupt?

Die syrisch-orthodoxe Kirche spielt in puncto Ökumene in der vordersten Reihe mit. Der im März verstorbene Patriarch Moran Mor Ignatius Zakka I. Iwas, der seiner Kirche seit 1980 vorstand, war als sehr junger Bischof Ökumenischer Beobachter beim Zweiten Vatikanischen Konzil gewesen und hat seitdem die Ökumene mit der römisch-katholischen Kirche zu einer seiner Herzensangelegenheiten gemacht. 1984 führte dies sogar zu einem bedeutenden ökumenischen Durchbruch: Aufgrund des erzielten christologischen Konsenses vereinbarten die römisch-katholische Kirche und die syrisch-orthodoxe Kirche offiziell sakramentale Gastfreundschaft (Eucharistie, Sakrament der Buße und Versöhnung und Krankensalbung) und pastorale Hilfe im Bedarfsfall: Eine Vereinbarung, auf welche die syrisch-orthodoxe Kirche bis heute sehr stolz ist und die sie – im Gegensatz zum diesbezüglich weit verbreiteten Unwissen im Westen – sehr ernst nimmt und in höchsten Ehren hält!

Inwiefern wird die syrisch-orthodoxe Kirche durch den Syrien-Konflikt in Mitleidenschaft gezogen?

Enorm! Eines ihrer Stammländer ist das heutige Syrien. Zuerst wurde dieser Kirche ihre Grundlage in der heutigen Südosttürkei entzogen – ich spreche von dem Gebiet um den „Tur Abdin“ –, dann geriet sie im Gebiet des heutigen Irak in Bedrängnis – nun Syrien. Nur noch im Libanon, wo ja auch die Patriarchenwahl stattgefunden hat, hat diese Kirche noch einigermaßen stabile Strukturen. Wachsen und Gedeihen tut sie hingegen in der weltweiten Diaspora und in ihrem indischen Teil. Im deutschsprachigen Raum hat die syrisch-orthodoxe Kirche mittlerweile zwei blühende Klöster, eines in Warburg in Deutschland und ein anderes in Arth in der Schweiz am Zuger See. Es ist ja bezeichnend, dass Patriarch Moran Mor Ignatius Zakka I. Iwas in Deutschland gestorben ist und der neue Patriarch Moran Mor Ignatius Afrem II. Karim vor seiner Wahl Metropolit für die östliche USA gewesen ist!

Interessant ist übrigens, dass die syrisch-orthodoxe Kirche sehr darauf bedacht ist, dass im Englischen für sie das Adjektiv „syriac“ und nicht „syrian“ verwendet wird, um eben nicht als eine syrische Nationalkirche zu erscheinen. Im Deutschen hört man oft auch die Bezeichnung „Aramäer“.

Weiterlesen: http://www.die-tagespost.de/Oekumenisch-ganz-vorn-dabei;art456,150908

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 2. April 2014 von in Artikel über Aramäer, Kultur und Identität und getaggt mit , .

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Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

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