ARAMEAN YOUTH UNION – Junge Aramäische Union

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Seit Jahrhunderten lassen sich Jerusalem-Pilger tätowieren – Vor allem Aramäer

Jerusalem, 21.04.2014 (KAP) „Eine Tätowierung, ich?“ Gülnaz lacht. „Das ist eher was für Ältere!“ Die Warteschlange im Raum hinter der 35-jährigen syrisch-orthodoxen Christin ist lang, und tatsächlich liegt das Durchschnittsalter jener, die sich den Beweis ihrer Pilgerreise nach Jerusalem unter der Haut stechen lassen wollen, weit über sechzig Jahren. Jedes Jahr zu Ostern verewigen hunderte zumeist orthodoxe Pilger den Besuch in der heiligen Stadt mit einer Tätowierung – eine Tradition, die mehr als 500 Jahre zurückreicht.Es ist laut und heiß in dem improvisierten Tattoo-Studio im Seitenflügel der syrisch-orthodoxen Kirche in der Jerusalemer Altstadt. Immer wieder mahnt Tätowierer Daniel Boulitchev die Wartenden zu Ruhe und Geduld. „Zwei Stunden haben wir gestern gewartet, heute sind wir wiedergekommen“, sagt Feride und schielt auf den zerknitterten Zettel ihres Sitznachbarn. Die Warteliste ist lang, die in der Türkei geborene Christin wird sich noch lange gedulden müssen.

„Ich möchte ein Tattoo als Zeichen, das wir Pilger sind“; sagt Feride und lacht: „Ein heiliges Tattoo, sonst hat es keine Bedeutung!“ Die 61-jährige fünffache Großmutter hat ein Foto mitgebracht. Diese Maria mit Jesuskind auf dem Arm soll es sein, „so wie bei meiner Schwester, nur ein bißchen heller“.Gülnaz übersetzt. Wo Pilger ein Motiv aus der Auswahl an Kreuzen, Christus- oder Marienbildern auswählen, ist die Arbeit für Daniel und seinen Kollegen einfach. Kommen Sonderwünsche wie bei Feride ins Spiel, ist Kreativität gefragt. Daniel und sein Kollege sprechen Hebräisch, Russisch und Englisch. Die Pilger sprechen Syrisch-Aramäisch und Arabisch. „Alle gehören zur syrisch-orthodoxen Gemeinde, aber sie kommen aus aller Herren Länder“, erklärt Boulitchev. Feride lebt in Bremen, Gülnaz in Brüssel. Die Mehrheit kommt in diesem Jahr aus Schweden und aus Deutschland.

Weiterlesen empfohlen: http://www.kathweb.at/site/nachrichten/database/61865.html des Internetauftritts der Katholischen Presseagentur Österreich.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 21. April 2014 von in Artikel über Aramäer, Kultur und Identität.

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Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

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