ZÜRICH, 21. Mai 2014 – Unter dem Motto «Altbewährtes neu entdecken» haben 32 Schweizer Privatradios in den vergangenen drei Wochen den Schweizern Aramäisch beigebracht.

Da staunten die Schweizer Radiohörer nicht schlecht: Im Werbeblock wurde ohne jeglichen Absender dazu aufgerufen, Aramäisch zu lernen. Ganz konkret sollte man sich den Satz «Schlomo, aydarbo hat?» merken, was soviel heisst wie «Hallo, wie geht es dir?». Zuerst als Kurz-Spot, gefolgt von Mini-Hörspielen wurde eine der ältesten noch gesprochenen Sprachen der Welt kurzerhand zur fünften Landessprache erklärt. Wer nach den Stichworten „Aramäisch“ oder „Schlomo“ googelte, landete auf aramaeisch.ch, einer amateurhaft wirkenden Website. Dort fand man allerdings ausser weiteren, nützlichen Sätzen für den Alltagsgebrauch („Heiraten wir in der Kirche?“, „Wie kommt das Klappmesser in meinen Koffer?“) keine Informationen zum Absender der Kampagne.

Erste schweizweite Gattungswerbung

Hinter der Aktion stehen das Gros der Schweizer Privatradios und der nationale Radiovermittler swiss radioworld AG. Angestossen wurde die Idee zur ersten schweizweiten Gattungswerbung für Privatradios am Radioday 2013. «Peter Brönnimann, Werber des Jahres, hat uns motiviert, das Medium Radio mit einer frischen, unerwarteten Kampagne zu feiern», sagt Ralf Brachat, Managing Director der swiss radioworld AG. Finanziert wird die Kampagne aus dem Marketingrappen, einer gemeinsamen Initiative der privaten Radiostationen und swiss radioworld AG . Für die Umsetzung zeichnet die Agentur Leo Burnett verantwortlich.

Reaktionen liessen nicht lange auf sich warten

Urs Lorenz, Geschäftsführer Radio Zürisee Werbe AG, zieht eine erste Bilanz: «Die wenigsten Hörer hatten eine Idee, was Sinn und Zweck der Spots war. Daher wurde umso intensiver gerätselt. So erbrachten beispielsweise Blogger ganze Beweisführungen, wer hinter der Aktion stecken könnte.» Natürlich gingen auch bei den Radiostationen zahlreiche Reaktionen über Social Media, Mail oder via Telefon ein. Genaue Zahlen zur Wirkung der Aktion werden derzeit noch erhoben.

Aramäer helfen mit

«Besonders erfrischend war die Zusammenarbeit mit der aramäischen Gemeinschaft in der Schweiz. Wir sind hier zwar auf eine bedrohte Sprache, aber dafür auf eine äusserst lebendige Gemeinschaft gestossen, die uns grossartig unterstützt und im Entscheid bestärkt hat, die unkonventionelle Idee im Sinne der Gattung Radio, wie auch der Aramäischen Sprache, durchzuziehen», sagt Nino Zuberbühler, Verantwortlicher Berater bei Leo Burnett. Dass nach der Auflösung sogar ein aramäischer TV-Sender die Aktion in den News aufgreift, hätten die Macher der Kampagne aber wohl kaum erwartet.

Alle Spots zum Anhören:

http://aramaeisch.ch/schlomo/radiospots/

Kontakt: Martin Baumgartner, Head of Business Development und Marketing swiss radioworld AG

martin.baumgartner@swissradioworld.ch, +41 44 485 42 77

Quelle: http://www.swissradioworld.ch/radio-macht-aramaeisch-zur-fuenften-landessprache/