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Ultimatum der IS-Miliz: Iraks letzte Christen müssen Mossul verlassen

Mossul im Irak ist eine Stadt, in der man bisher außer dem Gebetsruf des Muezzin auch die Kirchenglocken läuten hören konnte. Christen haben dort schon vor 1800 Jahren gelebt, als Europa noch weitgehend heidnisch war. Bis vor Kurzem befand sich dort auch das Grab des Propheten Jona, von dessen Abenteuer im Bauch eines Wals die Bibelerzählt.

 

Doch dann zogen im Juni die Radikalislamisten der Miliz „Islamischer Staat„, IS, damals noch ISIS genannt, in Mossul ein. Sie zerstörten das Grab Jonas mit Vorschlaghämmern, entfernten das Kreuz auf der Kathedrale des Heiligen Ephräm und hissten die schwarze IS-Flagge darauf.

Diese Woche stellten die Radikalen den Christen von Mossul per Flugblatt ein Ultimatum: Flieht, ohne Gepäck, nur mit der Kleidung am Leib, oder wählt aus drei Optionen: Konvertierung, Sondersteuer oder Exekution durchs Schwert. Am Freitag tönten sie ihr Ultimatum durch die Lautsprecher der Moscheen. Am Samstagmittag lief die Deadline aus.

Die Drohung verfehlte ihre Wirkung nicht, scharenweise verließen die Christen von Mossul ihre Heimatstadt. „Erstmals in der Geschichte des Irak gibt es in Mossul nun keine Christen mehr“, sagt der irakische Geistliche Louis Sako, Patriarch der chaldäisch-katholischen Kirche. Nahezu alle Christen hätten sich für die Flucht entschieden, berichten auch lokale Journalisten.

Niemand will sein Schicksal in die Hände der Radikalen legen

Keiner traut den brutalen Radikalen über den Weg, die schon so viel Blut an ihren Händen haben. Die Miliz ist für Massenexekutionen berüchtigt und für die Folter derjenigen, die sie für Andersgläubige und Häretiker hält. Am 11. Juni exekutierten sie in der Nähe von Tikrit zwischen 160 und 190 gefangen genommene Soldaten der irakischen Armee.

Mossuls Christen versuchen nun, sich ohne ihre Habe nach Dohuk und Erbil durchzuschlagen – ins vergleichsweise sichere irakische Kurdistan. Ihre Häuser und ihr Eigentum wurden unterdessen von IS schlichtweg gestohlen. In frischer schwarzer Farbe steht auf den Gebäuden jetzt der Schriftzug „Christ – Eigentum des Islamischen Staates“ oder der Buchstabe N für Nasara. So werden Christen im Koran, dem heiligen Buch der Muslime, genannt.

Mossuls Christengemeinde war schon nach dem Ende der HerrschaftSaddam Husseins 2003 von einst Zehntausenden Mitglieder auf wenige Tausend zusammengeschrumpft. Nun mussten wegen des Vormarschs der Radikalen auch noch die letzten ihre Heimat verlassen.

Mit unvorstellbarer Grausamkeit werden Abweichler verfolgt

Nicht nur Iraks Christen – Assyrer, Chaldäer und Aramäer – werden von den Radikalen bedroht. Auch andere Gruppen, die IS als Irrgläubige betrachtet, werden erbittert verfolgt. Mindestens 13 schiitische Moscheen und Heiligtümer sollen von der radikal-sunnitischen Miliz zerstört worden sein, berichtet die Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ (HRW).

WEITERLESEN: http://www.spiegel.de/politik/ausland/ultimatum-der-is-miliz-iraks-letzte-christen-muessen-fliehen-a-981961.html

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 20. Juli 2014 von in Völkermord - Christenverfolgung.

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