ARAMEAN YOUTH UNION – Junge Aramäische Union

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Von AramäerInnen, Islamismus und Koransuren – Kontroverse Islamkritik an der RUB

Mutig, wohltätig und kontrovers: Ordensschwester Hatune Dogan. Foto: Patrick Henkelmann
Mutig, wohltätig und kontrovers: Ordensschwester Hatune Dogan.

Mittwoch vergangener Woche fand im HZO eine vielversprechende Veranstaltung zur Situation der christlichen Minderheit im Irak und in Syrien statt. Allerdings entwickelte sich im Laufe des Abends vor allem eine Grundsatzdiskussion über den Islam und Kritik an jenem.

Mehr als 50 Interessierte hatten sich im Hörsaal eingefunden. Zunächst referierte Lukas Saliba von der Jungen Aramäischen Union (JAU) und stellte das aramäische Volk vor, welches die deutliche Mehrheit der ChristInnen in jenen Ländern stellt. Dabei wurde sowohl die historische Bedeutung der AramäerInnen thematisiert, wie auch ihre bis heute starke Zersplitterung in geographischer, sprachlicher und kirchlicher Hinsicht.

Danach trat als Hauptrednerin die aramäisch-deutsche Ordensschwester Hatune Dogan auf. Seit über 20 Jahren leistet Dogan mit ihrer „Schwester Hatune Stiftung“ international humanitäre Hilfe – inzwischen in 16 Ländern. 2010 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz. Im Moment kümmert sich Dogan persönlich um irakische und syrische Flüchtlinge in der Krisenregion, unabhängig davon, welcher Religion jene angehören. Der Vortrag an der RUB war terminlich zwischen ihrer Rückkehr von dort und einer neuen Reise dorthin gelegen.

Emotional stark durch das erfahrene Grauen geprägt, schilderte Hatune Dogan nur am Rande ihr humanitäres Engagement und legte den Schwerpunkt ihrer Ausführungen auf Verbrechen der Islamisten – samt deren Wurzeln und (vermeintlicher) Kontinuität im Islam. Den Koran bezeichnete sie mit Bezug auf bestimmte Suren als „Quelle der Qual“. Der von Teilen des Publikums später geäußerte Unmut über Richtung und Stil des Vortrags ging schließlich in eine längere Diskussion zur Bewertung des Islam über.

Das Publikum war dabei gemischt aufgestellt: Von einer Gruppe arabischer Männer, die Dogans Standpunkt berechtigterweise als einseitig kritisierten, bis zu Islamkritikern, die voll dahinter standen. Trotz der sehr gegensätzlichen Positionen verlief die Diskussion höflich und produktiv. Und auch wenn inhaltlich ein anderer Verlauf des Abends angedacht war, so wurde doch eine vorbildliche Streitkultur mit Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt gelebt – an der es heutzutage leider immer mehr mangelt.

:Gastautor Patrick Henkelmann

Quelle:

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 10. November 2014 von in Artikel über Aramäer, Diaspora, Völkermord - Christenverfolgung.

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Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

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