ARAMEAN YOUTH UNION – Junge Aramäische Union

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Der größte Kritiker des Armenisch-Aramäischen Holocaust ist tot!

Nachruf für Ralph Giordano

„Der größte Kritiker des Armenisch-Aramäischen Holocaust ist tot!“

… so hätte die Schlagzeile der gleichgeschalteten Mainstreampresse zum Tode von Ralph Giordano lauten müssen. Der bekannte Islamkritiker und jüdische Publizist starb am 10. Dezember in einem Kölner Krankenhaus. Er wurde 91 Jahre alt. Was die islamophilen Gazetten servieren, kann man größtenteils in Giordanos Biographie „Erinnerungen eines Davongekommenen“ nachlesen. Geboren 1923 in Hamburg als Sohn eines Italienischen Musikers und einer Jüdin. 1933 als Halbjude schikaniert und 1940 vom Gymnasium geschmissen, verfolgt, verhaftet, misshandelt, gelang es ihm seine jüdische Mutter und die Geschwister vor dem KZ zu bewahren. Geholfen haben ihm ein beherzter Polizist, der ihm zum Schein verhaftete und somit vor der Gestapo rettet und eine Hamburgerin, die ihn bis Kriegsende im kalten, feuchten Keller eines Trümmerhauses versteckte. Halb verhungert, krank und von Ratten angefressen, wurde die Familie in letzter Minute von Britischen Soldaten befreit.
Nach dem Krieg avancierte Giordano zum engagierten Publizisten und Journalisten, der nicht nur die NS-Zeit aufarbeitete, sondern auch mit dem Stalinismus abrechnete.
Mit Bedacht verschwiegen wird Giordanos Einsatz für die Armenier, deren Holocaust durch die Türken überhaupt erst durch Giordano auf die Tagesordnung der Deutschen Politik gelangte. Sein Beitrag im WDR brachte den Stein ins Rollen und ihm erstmalig Morddrohungen von Menschen ein, die nicht so gerne an ihre Schandtaten erinnert werden. Seine Verbundenheit mit den Armeniern ging weit über das Berufliche hinaus. Sie wurde zur Passion, zur Lebensaufgabe. Hierzu gehört auch die Patenschaft für ein armenisches Kind. Dass ein Mensch, der das Schicksal von über eine Million ausgerotteter Christen in der Türkei kennt, die Zweigstellen dieser Christenverfolger nicht unbedingt in Deutschland willkommen heißt, kann man sich mit einiger Maßen gesundem Menschenverstand und Mitgefühl zusammenreimen. Da dieses jedoch in meisten Zensurpresseabteilungen fehlt, tönen die harschen Worte und Angriffe gegen seine Kritik am Islam noch am offenen Grabe. Immerhin lässt die FR mit Wallraff einen Weggefährten zu Wort kommen, der gleichfalls die rasante Ausbreitung des fundamentalistischen Islams mit großer Sorge beobachtet.

Ich habe Giordano persönlich kennen gelernt. Er rief mich mitten in der Nacht an, um etwas über die MAHNWACHE FÜR MARCO in Frankfurt zu erfahren, die ich mit organisiert hatte. Wir redeten fast eine Stunde. Ich las ihm meine Pressetexte vor, und dann machte der große Publizist dem kleinen Schreiberling Lelek ein großes Kompliment: „Die hätten von mir sein können“… Was soll ich Dir sagen? Lieber Ralph. Bei deiner Rede in der Paulskirche zur Erinnerungen an den ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts habe ich Rotz und Wasser geheult. Aber auch Du hast geweint. Ich erinnere mich noch gut an den Moment, wo Armenier dich tröstend in den Arm nahmen, ehe Du mit Tränenertickter Stimme weiterreden konntest. Ja, Journalisten mit Seele und Herz sterben aus. Maret joot! Gut, dass Du dieses Elend nicht mehr sehen musst! Diese Lügen in den Gazetten nicht mehr lesen musst, und vor allem nicht diesen feigen politisch korrekten Schund, dessen Protagonisten deine Kritik in den Dreck treten und das wichtigste Engagement deines Lebens verschweigen. Grüß mir Gurdjieff und all die anderen Armenier und Aramäer, die für ihr Land gekämpft haben. Mögen wir uns
in einer bessern Welt wieder sehen.

Klaus Lelek

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 11. Dezember 2014 von in Artikel über Aramäer, News aus aller Welt, Völkermord - Christenverfolgung und getaggt mit .

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Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

Yes, You Can Say ‘Genocide,’ Mr. Prim Minister Erdogan!

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