ARAMEAN YOUTH UNION – Junge Aramäische Union

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Zehn Jahre „Zimmerbrand“ Oder der „11.9. für Usingen“

Wie man Vandalismus geschickt und erfolgreich für seine Religion instrumentalisiert.

Fast auf den Tag genau in der Nacht vom 22.Dezember auf den 23. Dezember 2004 zwängte sich ein unbekannter Einzeltäter durch das Toilettenfenster der gerade erst eingeweihten Moschee der Ahmadiyya-Sekte in Usingen, zündete im Vorraum ein Sofa und einen Teppich an und verschwand fast spurlos. Genauer gesagt verloren sich seine Spuren im Schnee.
Der Fahrer eines Räumfahrzeuges, der um 5.24 den Tatort passierte, sah die hellen Flammen hinter den Fenstern und alarmierte umgehend die Feuerwehr. Diese traf wenig später mit sechs Fahrzeugen und 35 Kräften, darunter auch der örtliche Bürgermeister, am Brandherd ein und hatte den Zimmerbrand innerhalb einer Stunde unter Kontrolle.
ES ENTSTAND LEDIGLICH EIN SACHSCHADEN VON 50 000 EURO.
Da weder ein „Brandbeschleuniger“, sprich Benzinkanister oder ähnliches eingesetzt wurde, noch ein Bekennerschreiben gefunden wurde, sahen die Ermittler KEINEN HINWEIS AUF EINE POLITISCH MOTIVIERTE TAT. Dies sind in wenigen Zeilen zusammengefasst die nüchternen Fakten des am meisten kommentierten und beschriebenen Zimmerbrandes der Deutschen Mediengeschichte. Als wahrer „Brandbeschleuniger in Sachen Imagegewinn erwies sich hingegen die Berichterstattung

Tags darauf verwandelte sich der beschauliche Ort im Hintertaunus in ein Mekka der Mainstream-Journalisten. ARD, ZDF, die gesamte Garde der GEZ-Söldner, sowie viele große Tageszeitungen waren vertreten. Sogar aus dem Ausland reisten Reporter an. Sie alle konnten in dem ausgebrannten Raum keine neuen Erkenntnisse gewinnen. Wozu auch? Das erklärte Ziel war die mediale Instrumentalisierung des Geschehens, um das durch weltweiten Terror angeknackste Image des Islams – insbesondere 9/11 – wieder aufzupolieren. Alle Beiträge hier aufzuführen würde den Rahmen des Artikels sprengen. Nachfolgend nur die Ausgabe der Frankfurter Neuen Presse FNP und ihrer Lokalzeitung „Taunuszeitung“. Sortiert nach Datum:

15 Artikel allein in der Taunuszeitung

    1. Weihnachtsausgabe. Der Aufmacher auf Seite 1 „Anschlag auf Moschee in Usingen“ (100 Zeilen) Aufmacher Lokales: „Brandanschlag auf die Moschee“ (200 Zeilen mit drei Bildern) „Das waren keine Usinger“ Interview mit Bürgermeister (120 Zeilen mit Bild)
      „Entsetzen über eine unfassbare, infame Tat – Reaktionen aus dem Stadtrad“ (100 Zeilen vierspaltiges Bild) Kommentar des Lokalredakteurs „Noch immer Angst vor Fremden“ 64 Zeilen mit Bild) Journalistische Ausbeute des ersten Tages: 583 Zeilen 5 Bilder)
    1. Presseerklärung der FDP „Solidarität mit Ahmadiyya“ (54 Zeilen)
      Am 28. 12. erschien ein siebenspaltiger Artikel mit der Überschrift: „Muslime zeigen Dankbarkeit für Solidarität – kein Hinweis auf politisches Motiv“ (240 Zeilen 4spaltiges Bild)
    1. 2005: „Orscheler haben sich an die Kehrenden gewöhnt“ Bericht aus dem 20 Km entfernten Oberursel über die Ahmadiyya-Kehraktion mit Gebet für den Brandstifter. (50 Zeilen mit Bild) 4.1. 2005: Doppelte Besen kehren besser, diesmal in Usingen. „Neujahr startet mit Kehraktion“ Ein Bericht ,mit deutlichen Anspielungen auf den Brand (80 Zeilen 4spaltiges Bild) In der gleichen Ausgabe: „CJZ für den Dialog der Religionen“ (Presseerklärung mit 54 Zeilen) Es folgten den gesamten Januar und Februar hindurch weitere Artikel, darunter ein sechsspaltiger Aufmacher über den Stand der Renovierungsarbeiten und der bewegenden Neuheit, dass die Moschee bald einen Hausmeister bekommt sowie eine „Gedenkstätte“ Gesamtbilanz: 15 Artikel mit 1560 Zeilen!

Islamkritiker als geistige Brandstifter

Neben eifrigen Journalisten meldeten sich natürlich auch Mitglieder der Ahmadiyya-Gemeinde zu Wort, unter ihnen ihr Deutscher Guru und Sprecher H. Hübsch, ein nach starkem LSD-Konsum zum Islam konvertierter Althippie der Frankfurter Literatenszene, für den auch Günter Grass schwärmte. Dieser machte vor allem, die damals noch in den Medien halbwegs wohlgelittenen Islamkritiker für den Brand verantwortlich. Hübsch wörtlich: „Der Anschlag ist sicherlich die Folge, der durch gewisse Medien gelegte böse Saat und geistige Brandstiftung“
Noch weiter aus dem Fenster lehnte sich ein Jünger des großen Meisters, ein gewisser Manfred Worm Schäfer aus Hattersheim. Er verglich in einem Leserbrief den Zimmerbrand der Usinger Moschee mit den Anschlägen vom 11. September:
Diese Ungeheuerlichkeit, die einem auch heute noch nach 10 Jahren Gänsehaut einjagt, stand in der Weihnachtsausgabe der Kinzigtal-Nachrichten: Überschrift „Der 9. 11. für Usingen“

„Sicherlich sind in New York knapp 3000 Menschen umgekommen. Doch nicht die Menschen, sondern ein Symbol der westlichen Welt sollte mit dem World Trade Center getroffen werden. Die Moschee in Usingen ist ein Symbol des friedlichen und erfolgreichen Zusammenlebens von Christen und Muslimen. Darum ist der Moscheebrand mehr als ein Brandanschlag, er ist ein Anschlag gegen das friedliche Zusammenleben in Usingen und ganz Deutschland. Und so auch dem terroristischen Anschlag vom 9. 11. vergleichbar“

Wenn man sich hier bei diesen Zeilen voller Ekel übergeben möchte, in einem Punkt ist die Rechnung dieses beispiellosen Zynikers wirklich aufgegangen. Der Brandanschlag war vor allem eins: Ein 9.11 für die Islamkritiker. Seit 2005 bläst der Wind Islamgegnern trotz eines verstärkten islamischen Terrors spürbar härter ins Gesicht. Es häufen sich Anzeigen wegen Volksverhetzung, ebenso rechtkräftige Verurteilungen. Auch in Punkto Sprachhoheit hat die 5. Kolonne kräftig zugelegt. Erfolgreich in den Sprachschatz etabliert wurde „Islamophobie“, ein Wort das vor zehn Jahren noch völlig unbekannt war. „Wer die Begriffe prägt behält die Macht“, so lautet ein Lehrsatz der Frankfurter Schule. Leider ist es umgekehrt Islamgegnern nicht gelungen eigene Begriffe (mit Ausnahme einiger interner Phrasen) nachhaltig zu prägen und im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Das liegt vor allem daran, dass sich die unterschiedlichen Köche, die eifersüchtig über ihren Töpfen wachen, sich weder auf eine gemeinsame politische Strategie noch auf eine gemeinsame Sprachreglung einigen konnten.

Wer war es wirklich?

„Wichtig ist was hinten rauskommt!“ hat eine bekannte Persönlichkeit des politischen Lebens mal gesagt. Unterm Strich brachte der kleine Brandanschlag der Ahmadyya, die gerne als „Reformmuslime“ bezeichnet werden und Dank zahlreicher Deutscher Konvertiten beste Verbindungen zu Medien und vor allem Industriemagnaten besitzen einen enormen Imagegewinn. Diesen wiederum hat sie auch bitter nötig, denn ihre 100 Moscheebau-Pläne stoßen nicht überall z.B. in Schlüchtern auf Gegenliebe der Bevölkerung. Wie erklärt sich die Medienhype, trotz des ausdrücklichen Hinweises der Polizei, dass es sich eindeutig nicht um eine politische Tat handelt? Umgekehrt muss man die Polizei fragen, warum sie den Fall trotz des gewaltigen Medieninteresses so schnell zu den Akten gelegt hat. Das pikante an der Sache ist, dass sich die Polizei in der Nähe des Tatortes aufgehalten um einen abgelehnten Asylbewerber zu suchen! Warum wurden die heißen „Spuren im Schnee“ nicht weiter verfolgt? Wohin führen diese Spuren? Zu Rechtsradikalen? Wie blöd müssen diese sein einen Tag vor Heiligabend in einer Moschee einen Brand zu legen und damit der gesamten Presse einen medialen Weihnachtsbraten zu bescheren, der sich vor allem für die Islamkritiker zum Supergau entwickelt. Spontaner Vandalismus? Auch diese These ist so löchrig wie ein Schweizer Käse. Wer zwängt sich, vielleicht sogar volltrunken, nach einem Diskobesuch (die liegt in der Nachbarschaft) so gegen vier Uhr durch ein Klofenster um dann ein wenig herumzuzündeln? Wenn es denn so war, dann sind solche Täter am nächsten Tag recht redselig und prahlen in ihrer Clique damit. V-Männer dagegen sind schweigsam. Die schweigen auch nach zehn Jahren, selbst vor Untersuchungsausschüssen. Außerdem muss der Täter ja wohl gewisse Ortskenntnisse besessen haben. Falls es sich um einen lancierten Anschlag handelte, von wem auch immer eingefädelt, so hat der Täter keinesfalls mit dem Feuer gespielt. Die Moschee liegt am Stadtrand in einem nachts menschenleeren Industriegebiet. Ahmadiyya sind keine Racheengel. Sie gelten auch unter streng fundamentalistischen Muslimen als Ungläubige und werden in ihrem Herkunftsland Pakistan gelegentlich verfolgt. Das Risiko durch diesen Anschlag militante Reaktionen islamistischer Terroristen auf sich zu ziehen ist gleich null. Umgekehrt jedoch haben auch fundamentalistische Gruppen von diesem, Medien mäßig hochstilisierten Moscheebrand profitiert.

Der Qualm einer doppelten Moral, die zum Himmel stinkt!

Ganz anders sieht die Sache aus, wenn eine Kirche in hellen Flammen steht. Die dramatisch zugenommenen Anschläge auf christliche Gotteshäuser – inzwischen weit über 70 im Jahr – haben kaum Echo in der überregionalen Presse gefunden. Schlimmstes Beispiel ist der Anschlag auf die Willehadi-Kirche in Garbsen 2013, die nicht von einem Einzeltäter sondern von einer Bande abgefackelt wurde, Sachschaden nicht 50 000 Euro, sondern eine Million. Wer die einschlägigen Artikel der Lügenpresse liest, die sich ausnahmslos als dokumentiertes Täterschutzprogramm ausgeben, weis woher der Feuersturm weht. Die Tatsache, dass der Hauptverdächtige sofort wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, kann man im wahrten Sinne des Wortes als Fanal bezeichnen. Allein im August des gleichen Jahres wurden im Norden und Nordwesten Deutschlands vier Kirchen geschändet oder verwüstet. Bei dem fast im gleichen Zeitrahmen erfolgten Großbrand in der gerade erst renovierten Meistersingerkirche in Nürnberg wird ein „technischer Defekt“ vermutet. Wer es glaubt wird selig.

Klaus Lelek

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Information

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 27. Dezember 2014 von in Exstremismus/Terrorismus, News aus aller Welt, Sonstiges.

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Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

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