ARAMEAN YOUTH UNION – Junge Aramäische Union

We are the future!

Gibt es Hoffnung? Ich glaube, ja!

Die Familie G. konnte sich retten aus dem kriegsumtosten Syrien. Dort wurde sie als Christen verfolgt, hier in Berlin feiert sie nun Weihnachten. Eine Begegnung zum Fest des Lebens

Der Wind, der verdammte Wind pfeift in den Fensterritzen. Er zerrt an den Bäumen und treibt den Regen vor sich her. Dieser verdammte Wind. Er fegt durch das Leben einer fünfköpfigen Familie, die in einem leer stehenden Hinterhaus auf Matratzen schläft. Das Gebäude gehört der katholischen Kirche, es soll renoviert werden. Der Innenhof ist bereits ein aufgewühltes Erdloch. Ihre Koffer haben die G.s in einem kahlen Raum zusammengeschoben und ein weißes Laken darübergebreitet. Ein Tisch, vier Stühle. Einer zu wenig.

Am Ende wird es vielleicht wieder kommen, wie es Europa schon einmal erlebt hat. Es wird diejenigen geben, die rechtzeitig fliehen vor der Gewalt. Es wird diejenigen geben, die es nicht mehr schaffen. Und ein paar wenige wird es geben, die trotzdem überleben. Von Ersteren, den Klugen und Weitsichtigen, redet dann kaum einer mehr. Die Toten werden alles verfinstern.

Toni G., der Sportlehrer aus Qamischli, ist ein schlauer Mann. Als Mossul, die Millionenstadt im Norden Iraks, im Sommer von den Kalifatkämpfern des „Islamischen Staates“ (IS) erobert wurde, sah er voraus, was ihm und seiner Familie blühen würde. Sie sind syrische Christen, Aramäer. Er zählt die Optionen an vier Fingern seiner Hand ab: – Bleiben und zum Islam konvertieren. – Bleiben und Kopfsteuer entrichten, der ganze eigene Besitz würde verloren sein. – Weggehen mit dem, was sie am Leib tragen. – Bleiben und sterben. Jeder Finger, den Toni in seine Handfläche zurückzieht, ist eine Antwort, die er nicht aussprechen muss. Nichts davon kam für ihn infrage. Aber wie flieht man mit der Familie?

Die aus Syrien zu Tausenden nach Europa zu entkommen versuchen, sind meistens allein. Einer von ihnen, Imad, auch ein aramäischer Christ, sitzt am vergangenen Freitag nach dem Gottesdienst zwischen Tonis Familie und versucht, möglichst unsichtbar zu sein. Der Blick geht ins Leere, während er wartet, dass sich die Gesellschaft zerstreut. Ihm, dem Juwelier aus Zabadani bei Damaskus, hat das Leben einen üblen Streich gespielt. So sieht er das.

Seine Frau und die beiden Söhne sind zurückgeblieben. Ihm ist nicht gelungen, was Toni und den Seinen glückte.

Weiterlesen dringend empfohlen: http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/922010/

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Information

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 30. Dezember 2014 von in Artikel über Aramäer, Diaspora, Völkermord - Christenverfolgung.

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Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

Yes, You Can Say ‘Genocide,’ Mr. Prim Minister Erdogan!

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