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Nazis for ever? Warum ich mir „Herz aus Stahl“ nicht anschaue

Infame Geschichtsfälschung aus Hollywoods Traum und Lügenfabrik

Eigentlich könnte mir David Ayers Machwerk vom tapferen Panzerkommandanten Brad Pitt am Allerwertesten vorbeigehen, wäre da nicht mein Namensgeber, ein naher Verwandter, Stabunteroffizier einer Panzergrenadiereinheit, der im April 1945 mitten im Harz mit seinem liegen gebliebenen Tigerpanzer von einer erdrückenden Übermacht amerikanischer Soldaten inklusive Luftunterstützung regelrecht „liquidiert“ wurde und heute im Ort „Elend“ auf einem der vielen Soldatenfriedhöfe ruht. Zusammen mit Tausenden anderen, die in den letzten Kriegstagen wie Wild gehetzt, kaum noch Munition, geschweige denn funktionstüchtige Panzer hatten. Im Film „Herz aus Stahl“ werden geschichtliche Fakten so verdreht und verfälscht, dass man Farbbeutel an die Leinwand werfen möchte. Ein Blick in entsprechende Bücher und Dokumentationen, – keine Lanzerheftchen oder Neonazi-Webseiten – entlarven den Streifen als verlogenen Heldenepos mit B-Movie-Qualität. Wer so wie ich bereits zu Lebzeiten auf einem Grabkreuz den eigenen Namen eingraviert sieht, fühlt sich von „Herz aus Stahl“ verhöhnt. Unsere Väter waren Nazis oder zumindest „Mitläufer“. Das haben wir ihnen oft genug um die Ohren gehauen, schonungslos und hart, aber diesen verlogenen Trash haben sie nicht verdient.

Die Kindersoldaten, die in Hollywoods neuester Nazi-Schmonzette Molotowcocktails auf Sherman-Panzer schmeißen, sind heute 85 Jahre alt, haben Udo Jürgens überlebt, brauchen wieder Windeln und wissen in den seltensten Fällen den genauen Wochentag. Die meisten ihrer Offiziere liegen seit zehn Jahren auf dem Friedhof oder haben wie Helmut Schmidt ein biblisches Alter erreicht. Warum einige meinen aus dieser ausgepressten Zitrone immer noch Saft pressen zu müssen hat viele Gründe. Der erste Grund ist sicherlich, dass vor genau 70 Jahren der zweite Weltkrieg in Mitteleuropa beendet wurde. Der zweite eigentliche Grund ist, dass es der letzte Krieg war den Amerika gewonnen hat, und – dass ist die bittere Pille – ohne russische Hilfe niemals gewonnen hätte. Fakt ist, dass ein Großteil der Deutschen Soldaten an der Oder und nicht am Rhein standen. Ein weiterer Fakt ist, dass nach dem Zusammenbruch der Westfront nur noch kleine, bunt zusammen gewürfelte Verbände aus HJ, Volkssturm und Resten der Wehrmacht einschließlich Waffen-SS – unter ihnen auch Günter Grass – gegen eine erdrückende Übermacht Britischer und Amerikanischer Soldaten an trat. Ohne Luftwaffe und mit Panzern, die man stellenweise an einer Hand abzählen kann. Wer sich ein wenig mit den letzten Kriegstagen an Rhein-Main und Mosel beschäftigt und entsprechende Bücher gelesen hat, kommt zu dem nüchternen Ergebnis: Die Verteidigungsmaßnahmen hatten Hobbit-Charakter. In den Vogesen versuchten Hitlerjungen mit Baumstämmen die Passstrassen zu sperren. Im Harz, der zur Festung ausgerufen wurde, standen ganze fünf Tigerpanzer zur Abwehr bereit. Am Mittelrhein verschanzte sich der Volkssturm in alten Ritterburgen, so etwa in der Pfalz bei Kaub. Als die Amerikaner mit ihren gepanzerten Booten an der Insel übersetzten, wurden im Wasser befindliche Benzinkanister in Brand geschossen. Wer heute den beliebten Rheinsteig abläuft, der kann mit geübtem Auge noch die Erdlöcher der kleinen Maschinengewehrnester sehen, die mit großer Hast in den felsigen Boden gegraben wurde. Keine Bunker, kaum Schützengräben. Nur Zielscheiben für pausenlos heran rauschende Tiefflieger. Wer diese Hölle überlebt hat, den braucht man nicht nach 70 Jahren für seine unter ungeheurem Druck erzwungenen „Jugendsünden“ als Nazibestie beschimpfen, es sei denn man hat anderes im Sinn. Zum Beispiel den arglosen Kinobesucher über die Tatsache hinwegzutäuschen, dass man selbst seit 70 Jahren ohne Unterbrechung Krieg führt und dabei den gesamten Nahen Osten vollständig destabilisiert hat. Dass man durch die anfängliche Aufrüstung von Taliban und IS-Terroristen Monster geschaffen hat, die der SS um nichts nachstehen, die nach der selben Methode wie die Nazis Pogromartig den Nahen Osten von Ungläubigen, sprich Aleviten, Aramäischen Christen, Jesiden und Täufergemeinden reinigen, um ihre Einheitsreligion durchzusetzen.

„Herz aus Stahl“ ist eine verlogene postmoderne Heldensaga, die nicht einmal die Entlarvung ihrer Heuchelei bemerkt, denn „Herz aus Stahl“ ist angelehnt an den Nazijargon, mit denen man die Hitlerjungen auf ihre Leitfigur einschwor. „Hart wie Kruppstahl…“
Ebenso verlogen ist die Mär von einsam herumschweifenden Sherman Panzern, die von einer Übermacht SS bedrängt wurden. In Wahrheit walzten sich Panzerverbände in Divisionsstärke, unterstützt von Bombern und Jägern, über Kinder und Alte Männer, die größtenteils nicht einmal mehr Maschinengewehre besaßen.

„Gegen Kinder und alte Leute zu kämpfen ist keine Heldentat“ so lautet auch der überwiegende Tenor der Kommentatoren des FAZ-Leserforums, und so müsste der Titel eigentlich „Hirn aus Schmalz“ heißen. Dass der Film gerade jetzt in die Kinos kommt,
hat noch einen anderen Grund. Amerika befindet sich wieder im Krieg mit Russland. Deren Verluste beziffern sich im zweiten Weltkrieg auf fast 14 Millionen gefallner Soldaten, die der Amerikaner gerade mal auf 180 000. Im Gegensatz zur Ostfront war die Eroberung von Frankreich und Italien ein Spaziergang mit anschließendem Picknick in Berlin. Die Boys aus USA brauchten sich nur noch an den von Stalin gedeckten Tisch zu setzen. Wenn es überhaupt „Helden“ in einem Krieg gibt, dann hat Russland – bei allen Gräueltaten an der Zivilbevölkerung, inklusive Massenvergewaltigungen – mehr zu bieten als Ayers schlechte Kopie von „Inglourious basterds“. Im neuen Propagandakrieg muss man dagegenhalten. Deshalb werden Helden kreiert, die es nie gab, um von Zuständen abzulenken, die es immer noch gibt. Rassismus gegen Farbige, alltägliche Gewalt, vor allem mit Schusswaffen, medizinische Unterversorgung und Armut. Indes haben immer mehr Menschen auf der Welt erkannt, dass Deutschland auch eine Geschichte vor 1933 hat, und dass es, hätte es den ersten Weltkrieg nicht gegeben, nie ein Nazideutschland gegeben hätte. So erinnert man sich in Russland wieder an die lange Zeit freundschaftlicher Beziehungen, die erst 1914 jäh abbrachen und durch Hitlers infernalischen Slawenhass nochmals eine blutige Zäsur erfuhren. Lässt man diese Ereignisse Revue passieren, so kann man es kaum glauben, dass Preußische Soldaten und Russische Kosaken Seite an Seite in mörderischen Schlachten – unter anderem in Leipzig – Napoleons Kriegsmaschinerie niederrangen. Mit an Bord, und auf der Lohnliste des Zaren stehend, die Pioniere eines neuen Deutschen Rechtsstaates wie Karl August von Hardenberg oder der Preußische General und Heeresreformer Carl von Clausewitz, dessen Handbuch „vom Kriege“ noch Che Guevara und Mao beeinflusste. Das wäre ein Stoff für Filme. Aber diese Filme dürfen nicht sein. Wir sind „Nazis for ever!“ Und die Merkelmarionette hampelt uns voran. Wer 1812 eine ausländische Bevormundung und Besatzung satt hatte, wandte sich Hilfe suchend an… na an wen wohl?

Klaus Lelek

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 3. Januar 2015 von in News aus aller Welt, Sonstiges.

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