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„Der letzte (Katholik) macht das Licht aus!“ Köln verabschiedet sich von der Aufklärung

„Der letzte (Katholik) macht das Licht aus!“
Köln verabschiedet sich von der Aufklärung

Das Abschalten des LICHTES an den Strebepfeilern des Kölner Doms ist ein symbolischer Akt. Niemand braucht dieses Licht. Die Volltrunkenen, die nachts aus den Kneipen der Altstadt torkeln und ihre stinkenden Urin Pfützen rund um den Dom hinterlassen, finden auch ohne Illumination nach Hause, wenn sie nicht vorher von Kulturbereichern erleichtert und ins Koma geprügelt werden. Doch auch ein Symbol ist ein zweischneidiges Schwert, vor allem für Menschen, die sich nicht damit auskennen, selbst mit christlichen Symbolen, wie jener hoch bezahlte, beamtete Staatskirchenpope, der selbstherrlich in der Sakristei den Schalter umlegt, ohne zu ahnen, dass er damit das Gebäude, das wie ein Wackelpudding auf Eichenpfählen ruht, auch symbolisch zum Einsturz bringt. Denn der Dom ist eigentlich in sich selbst ein Lichtsymbol und hat die kostspielige Außenbeleuchtung gar nicht nötig.
Angelehnt an den Satz im Johannevangelium (8,12) „Ich bin das LICHT der Welt. Wer mir folgt, wird nicht in Finsternis umhergehen, sondern das LICHT des Lebens haben“ wurde im Vorort von Paris, St. Denis von Abt Suger ein Bauprinzip entwickelt, dass durch starke Außenstreben große Fenster ermöglichte und die Kirchen fortan in wahre Lichtdome verwandelte. Albertus Magnus, der in Paris lehrte, brachte die Skelettbauweise in weiterentwickelter Form nach Köln und legte nach dem Vorbild von Amiens den Grundstein des Kölner Domes. Soweit ein kleiner Schnelldurchlauf in Sachen Kunstgeschichte. Ein weiterer nicht minder wichtiger Baustein der Gotik ist das leuchtende „Himmlisches Jerusalem“, deren Fenster aus nachempfundenen Edelsteinen bestehen, so wie es im vorletzten Kapitel 21 der Offenbarung eindrucksvoll geschildert wird. Wen wundert es dass die Bauleute der Dome, die Leiter der so genanten Bauhütten, die mittelalterlichen Freimaurer, Johannes den Evangelisten zum Schutzpatron ihrer Zunft ernannten. Aber auch die älteren synoptischen Evangelisten beweisen, dass die Lichtmetaphorik zum Kernaussage der christlichen Lehre gehört. Eindrucksvoll wiedergegeben von Mathäus:
Ihr seid das LICHT der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein LICHT an und stellt es unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet es allen die im Hause sind. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, preisen (Math. 5, 13-16)
Mit dem Umlegen des Schalters katapultiert Probst Feldhof den Dom aus dem strahlenden Urchristentum und dem hellen goldenen Zeitalter des Albertus Magnus ins „finstere Spätmittelalter“ zurück, dass in Köln 1423 mit der Vertreibung der Juden seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht hatte. Es folgte 1618 die Vertreibung der Protestanten, die nach Mühlheim auswanderten und bis 1790 nicht einmal einen Gottesdienst in der Stadt abhalten konnten. Reisende des 18. Jahrhunderts wie Forster oder Josef Gregor Lang beschreiben Köln als völlig heruntergewirtschaftetes, von 4000 Bettlern (zehn Prozent der Gesamtbevölkerung) und Banden bevölkertes Nest mit unzähligen leer stehenden Häusern, einer riesigen Bauruine und einem Verbrecherviertel in dem die „Janhagel“ hausten. Ähnlich äußerte sich auch Johann Kaspar Riesbeck, der Köln als bevorzugtes Rückzugsgebiet von kriminellen Clans sah, während sich andere Städte in der Aufnahme von echten Glaubensflüchtlingen wie Hugenotten, Waldensern usw. hervortaten. Völlig geschockt schreibt der Aufklärer über die Kölner:
„Dieses düstere und schwerfällige Völkchen zeichnet sich eben so stark durch religiöse, als auch politische Schwärmerei von allen übrigen Europäern aus. In verschiedenen Gegenden der Stadt erblickt man Schandsäulen worauf die Köpfe von Bürgermeistern und Ratsherren an eisernen Spießen stecken, die das Opfer der politischen Begeisterung der hiesigen Bürgerschaft geworden sind…“ (Irgendwie kommen einem doch diese Bilder bekannt vor)
In der Zeit der Aufklärung, die auch in katholischen Gegenden, allen voran in Habsburg, zu einem neuen Weltbild geführt hatten, waren solche finsteren Mittelalterlichen Gewaltorgien ein Kulturschock. Bei den Pionieren der Aufklärung, den modernen Freimauren, unter ihnen auch Joseph II, war das LICHT – hier schließt sich der Kreis – das tragende Element eines toleranten Weltbildes, dem sich alle Religionen unterzuordnen hatten. Dazu gehört die strenge Trennung von Staat und Kirche, die noch strengere Trennung von Religion und Gesetz! Dinge die heute wieder vermehrt von einer bestimmten Weltanschauung weltweit außer Kraft gesetzt worden sind und vermehrt inzwischen durch Paralleljustiz und Sharia auch in Europäischen Rechtsstaaten eingefordert werden. Zuerst für sich und irgendwann auch für andere, denen man diese „Gesetze“ aufzwingt. Und so schreibt kein geringere als der führende Aufklärer Voltaire an Friedrich den Großen und bedient sich dabei der unter Freimaurern üblichen Lichtmetaphorik:…

…dass er um diesem Werke Respekt zu verschaffen, sein Vaterland mit Feuer und Eisen überzieht, dass er Väter erwürgt, Töchter fortschleift, dass er den geschlagenen die freie Wahl zwischen Tod und seinem Glauben lässt. Das ist mit Sicherheit etwas, das kein Mensch entschuldigen kann, es sei denn er ist als ….. auf die Welt gekommen, es sei denn der Aberglaube hat ihm jedes natürliches LICHT erstickt.

Mit dem Abschalten des LICHTES tritt die Kölner Kirche wieder in alte Fußstapfen seiner Jahrhundertealten Verfolgungsgeschichte. Die Stadt, die kaum Spuren der Aufklärung aufweist, sucht den Schulterschluss mit Antisemiten und solidarisiert sich mit jenen, die Mittelalterliche Zustände propagieren und praktizieren, angefangen von Zwangsehen bis Blutrache. Die Kirche, die zu den Christenverfolgungen im Nahen Osten beharrlich schweigt und an den Demos der Aramäer auf der Domplatte nie teilnahm, verbrüdert sich mit jenen, die alle Errungenschaften der Aufklärung abschaffen wollen, allen voran die Meinungsfreiheit. Dieser Meinungsfreiheit hat der strahlende Aufklärer einen besonderen Satz gewidmet, der ausgerechnet im Stammlokal der Antifa Frankfurt wie zum Hohn an der Wand prangt:

„ICH VERABSCHEUE WAS SIE SAGEN; ABER ICH WERDE IHR RECHT ES ZU SAGEN BIS ZUM TODE VERTEIDIGEN“

Tschö Köln, der letzte macht das Licht aus!

Klaus Lelek

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 6. Januar 2015 von in News aus aller Welt, Sonstiges.

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