ARAMEAN YOUTH UNION – Junge Aramäische Union

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Irritierende Ansichten zur Namensänderung der Aramäer

Kommentar zur erzwungenen Namensänderung E ine reine Verschwendung von Steuergeldern: Das war die Verhandlung von Adnan Türker gegen den Freistaat Bayern vor dem Würzburger Verwaltungsgericht. So heikel die Sache auch ist, eigentlich war sie eindeutig.
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Die allgemeine Verwaltungsvorschrift, dass zwangsweise unter Verfolgung und Unterdrückung eingeführte Familiennamen wieder abgeändert werden können, wurde 2014 eigens für solche Fälle eingeführt. Zuvor hatten Landratsämter und Gerichte landauf landab unterschiedlich entschieden. Um diese Uneinheitlichkeit zu beseitigen und klare Verhältnisse zu schaffen, kam also die Vorschrift.

Initiiert wurde sie ausgerechnet auch noch von der CDU/CSU. Warum nun die bayerische Staatsregierung hier blockte, bleibt ihr Geheimnis. Als Begründung führte das Innenministerium als vorgesetzte Behörde des Landratsamts eine Auskunft an, die das VG Augsburg 2002 eingeholt hatte – nicht bei einer unabhängigen Stelle, sondern bei der türkischen Regierung. Die leugnet bekanntlich vehement den Genozid an Armeniern und Aramäern, der jedoch historisch belegt ist.

Dass sich das bayerische Innenministerium der Ansicht anschließt, der türkische Staat habe nicht die Familiennamen der aramäischen Christen geändert, um deren Identität auszulöschen und die Wahl der Namen sei freiwillig erfolgt, ist gelinde gesagt irritierend.

Aber bekanntlich gibt es in der bayerischen Staatsregierung ganz eigene Rechtsauffassungen, auch in Sachen Namensänderung. So hatte 2013 in Kreuzwertheim das Ehepaar zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg für Aufsehen gesorgt: aus Prinz und Prinzessin wurden Fürst und Fürstin. Das Landratsamt Main-Spessart hatte den Antrag auf Namensänderung zwar zunächst abgelehnt – weil kein ausreichend wichtiger Grund vorlag -, die Regierung von Unterfranken in Abstimmung mit dem Innenministerium setzte die Änderung durch. Für Adelsfamilien gelten in Bayern wohl andere Gesetze als für unterdrückte Aramäer.

Bianca Löbbert

Quelle: http://www.main-netz.de/nachrichten/region/marktheidenfeld/kommentar/art12190,3493164

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 25. Februar 2015 von in Artikel über Aramäer, Diaspora, Kultur und Identität.

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Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

Yes, You Can Say ‘Genocide,’ Mr. Prim Minister Erdogan!

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