ARAMEAN YOUTH UNION – Junge Aramäische Union

We are the future!

Der „Islamische Staat“ mordet weiter – und der Westen überlegt, was er alles falsch gemacht hat

Jetzt ist die Armee des Hasses also auch über die kleinen Dörfer am Fluss Chabur hergefallen. Die Mörder kamen früh um vier, auf einer Frontlinie von 40 Kilometern, und wo sie nicht durchmarschieren konnten, umzingelten sie die Dörfer im Nordosten Syriens. Sie schlugen innerhalb von Stunden Tausende assyrische Christen in die Flucht; sie nahmen über hundert Familien gefangen, dazu vierzehn Jugendliche – zwölf Jungen und zwei Mädchen –, die das Dorf Tel Hormizid verteidigt hatten, sie machten Jagd auf fliehende Männer, die sie von ihren Frauen und Kindern trennten, und, um hier wenigstens einen der Toten namentlich zu erwähnen: Sie marterten den 17-jährigen Milad Sami Adam aus Tel Bas.

Was heißt martern: Wer wollte das so genau wissen?

„Martern“, sagten die Augenzeugen, die es bis in die Gebietshauptstadt Hassaka schafften. Und die Helfer in der dortigen Kirche, in der die Vertriebenen erste Zuflucht fanden, gaben das Wort Dienstagfrüh durch knisternde, überlastete Telefonleitungen weiter. Was aber heißt martern: Erschießen? Köpfen? Kreuzigen? Wer wollte das so genau wissen? Wer wusste schon, wo Hassaka überhaupt liegt? Jetzt wissen wir es. Und in Wahrheit hätten wir es längst wissen müssen, denn die Region gehört zum Kerngebiet des künftigen „Islamischen Staates“, dessen Anhänger schon im vergangenen Sommer eine Karte ihres Traumkalifats veröffentlichten.

Auf dieser geografischen und ideologischen Karte war das weltweite Christentum als ein wichtiges Feindbild deutlich eingezeichnet. Und seitdem die irakische Millionenstadt Mossul christenfrei gemacht wurde, innerhalb zweier Tage im Juli 2014, war klar, dass die syrischen und irakischen Christen in akuter Lebensgefahr schwebten – zumal die Assyrer, die zu den ältesten christlichen Gemeinden Kleinasiens zählen.

Man nennt sie auch Aramäer, denn einige sprechen bis heute Aramäisch, die Sprache Jesu. Diese Glaubensgemeinschaft steht für das christliche Erbe im Nahen Osten. Auch deshalb attackiert der IS sie nun, um klarzumachen: Das Christentum gehört nicht zum Kalifat!

Weiterlesen dringend empfohlen: http://www.zeit.de/2015/09/islamischer-staat-christen-kalifat-syrien

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Information

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 27. Februar 2015 von in Artikel über Aramäer, Exstremismus/Terrorismus, News aus aller Welt, Völkermord - Christenverfolgung.

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Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

Yes, You Can Say ‘Genocide,’ Mr. Prim Minister Erdogan!

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