ARAMEAN YOUTH UNION – Junge Aramäische Union

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Gegen Völkermord, für ein Mahnmal

Gütersloh (din). Gegen Völkermord und für ein Mahnmal in Gütersloh zum Gedenken an die Opfer der Christenverfolgung im Osmanischen Reich vor 100 Jahren haben Aramäer und Assyrer am Freitag demonstriert. Es war die größte Kundgebung, die Gütersloh seit Jahren erlebt hat.

Während die Veranstalter, die Syrisch-orthodoxen Kirchengemeinden sowie die assyrischen und aramäischen Vereine, von mehr als 3000 Teilnehmern sprachen, schätzte die Polizei auf Nachfrage rund 1400. Der Demonstrationszug startete am Marktplatz und zog sich wie ein Lindwurm über die Friedrich-Ebert-, Kaiser- und Kökerstraße bis zum Berliner Platz vor die Martin-Luther-Kirche. Die Demonstranten trugen Transparente, Fahnen, Plakate, Blumen und Kreuze mit sich.

Leiden als Teil der Erinnerungskultur

Am Kundgebungsort gedachten die Teilnehmer mit ihren Pfarrern sowie Gästen aus Politik und Verwaltung der Opfer des Massenmords, der vor 100 Jahren begann (Seyfo 1915). Hunderttausende von Armeniern, Aramäern, Assyrern, Chaldäern und Pontius-Griechen wurden im Osmanischen Reich auf dem Gebiet der heutigen Türkei deportiert und ermordet. Das Leiden ist Teil der Erinnerungskultur der Nachfahren, die heute vorwiegend fern der alten Heimat leben. Vor dem Podium wurde ein Kranz niedergelegt. Die Kundgebung gliederte sich in einem ökumenischen und einen politischen Teil.

Pfarrer Sleman Djallo sagte: „Die Menschen wurden systematisch ermordet.“ Heute geschehe das Gleiche in Syrien und im Irak. Bürgermeisterin Maria Unger (SPD) vermied das Wort Völkermord, das die meisten anderen Redner wie schon am Donnerstag Bundespräsident Joachim Gauck in ihren Ansprachen verwendeten. Sie sprach von Vertreibung und Vernichtung, von furchtbaren Geschehnissen und unermesslichem Leid. Unger: „Diese grausamen Taten reihen sich ein in die Folge der ethnischen Säuberungen, Vertreibungen und Massenvernichtungen des 20. Jahrhunderts.“ Es müsse „unser aller Aufgabe sein, aus der Geschichte zu lernen und miteinander an einer friedlichen Zukunft zu arbeiten.“

Weiterlesen: http://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreisguetersloh/guetersloh/Gegen-Voelkermord-fuer-ein-Mahnmal-7e78290c-66b0-45ab-acaa-9fd837450e53-ds

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 7. April 2016 von in News aus aller Welt.

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Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

Yes, You Can Say ‘Genocide,’ Mr. Prim Minister Erdogan!

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