ARAMEAN YOUTH UNION – Junge Aramäische Union

We are the future!

Gezielte Eskalation in Berg-Karabach?

Der Konflikt um die autonome Region Berg-Karabach im Kaukasus hält bereits seit Jahrzehnten an. Die erneuten Kampfhandlungen zwischen Armenien und Aserbaidschan haben viele zum jetzigen Zeitpunkt dennoch überrascht. Manche vermuten türkisches Kalkül dahinter.

Von Sabine Adler und Reinhard Baumgarten

Die Präsidenten Armeniens und Aserbaidschans, Sargsjan und Aliyev, sprechen am 19.12.2015 in Bern über den Konflikt um Berg-Karabach. (afp / Peter Klaunzer)

Die Präsidenten Armeniens und Aserbaidschans, Sargsjan und Aliyev, sprechen über den Konflikt um Berg-Karabach. (afp / Peter Klaunzer)

Wie schnell aus einem eingefrorenen Konflikt ein Krieg entstehen kann, wurde der Welt gerade vor Augen geführt. Die Enklave Berg-Karabach ist zwar nur wenig größer als das Saarland, hat aber das Potential, eine ganze Region weit über den Kaukasus hinaus in Brand zu setzen. Nach vier Kampftagen und dutzenden Toten einigten sich die Kriegsparteien und deren Schutzmächte, zum Waffenstillstand zurückzukehren. Der Vertreter der nicht anerkannten Republik Berg-Karabachs in Russland, Albert Andrjan, listet in Moskau die Verluste auf, die sich für die gegnerische Seite deutlich von den offiziellen Angaben unterscheiden.

„In den vier Tagen sind in Karabach und Armenien rund 50 Soldaten getötet und über 100 verletzt worden. Bei den 50 Toten sind die 26 Soldaten mitgezählt worden, die spurlos verschwunden sind. Auf aserbaidschanischer Seite waren es über 300 Tote und mindestens 1000 Verletzte. Berg-Karabach hat 14 Panzer verloren, Aserbaidschan 250 und viele andere Waffen, die übrigens aus Russland stammen, das ein milliardenschwerer Rüstungslieferant Aserbaidschans ist.“

Auch wenn die Zahlen mit Vorsicht zu behandeln sind, haben diese ersten Tage im April Armeniern wie Aserbaidschanern Leid und Trauer beschert. Und doch wurde einmal mehr nur Dampf abgelassen; im Kessel brodelt es weiter. Das Feuer wird an vielen Stellen geschürt. Bei seinem Berlin-Besuch beschuldigte der armenische Präsident Sersch Sarkisjan Baku, in einem breit angelegten Überfall die armenische Bevölkerung in Berg-Karabach angegriffen zu haben.

Swetlana Gannuschkina, die den Ausbruch des Konfliktes noch zu Sowjetzeiten als Menschenrechtlerin aus nächster Nähe beobachtet hatte, hält sich mit Schuldzuweisungen in alle Richtungen zurück. Doch die Wirtschaftsmisere im bis vor kurzem blühenden Aserbaidschan und die damit einhergehende politische Krise könnten Baku zu dem Angriff bewogen haben.

Weiterlesen lohnt sich: http://www.deutschlandfunk.de/konflikt-zwischen-armenien-und-aserbaidschan-gezielte.724.de.html?dram%3Aarticle_id=350608

Advertisements

Information

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 7. April 2016 von in News aus aller Welt.

RSS Blog von Gudrun Eussner

Neueste Twitter Meldungen!

Aktuelle Veranstaltungen!

Spendenaktion für die Aramäer und Christen in Syrien:


Vergesst uns nicht!

Deutschland steh zu deiner Verantwortung! Petition Unterschreiben!

Der Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern, über 500.000 Aramäern und anderen christlichen Minderheiten, die Straflosigkeit der Täter, wird von Historikern als Blaupause für den Holocaust und weitere Völkermorde bezeichnet. Bereits Adolf Hitler sagte bei seiner zweiten Rede vor den Oberkommandierenden auf dem Obersalzberg am 22. August 1939 „Wer redet denn heute noch von der Vernichtung der Armenier?“. Die Leugnung eines Völkermords und die Straflosigkeit der Täter stellt einen Nährboden für weitere Völkermorde dar, welche heute immer noch stattfinden! Stoppt die Leugnung von Völkermorden und die Verunglimpfung der Opfer durch die Täter und ihre Nachfahren!

Yes, You Can Say ‘Genocide,’ Mr. Prim Minister Erdogan!

Aktuelle Bildergalerie

Archiv Kalender

April 2016
S M D M D F S
« Mrz   Sep »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930

Um neue Beiträge per E-Mail zu erhalten, hier die E-Mail-Adresse eingeben.

Schließe dich 877 Followern an

Kategorie

Archiv

%d Bloggern gefällt das: